Strand, Sonne und Kunst

Reise / 06.03.2020 • 09:41 Uhr
Strand, Sonne und Kunst

Abu Dhabi: Auf Saadiyat Island soll ein großes Kunstviertel mit drei Weltklasse-Museen entstehen.

Achtspurige, leergefegte Straßen, riesige Kreuzungen mit Ampel-Wäldern und endlose Bauzäune – die Anfahrt zum Louvre Abu Dhabi ist alles andere als attraktiv. Auf Saadiyat Island – nur zehn Autominuten von der Hauptstadt des Emirats Abu Dhabi entfernt – soll ein großes Kunstareal mit drei Weltklasse-Museen entstehen. Doch die Fertigstellung lässt auf sich warten und so befindet sich der vom französischen Architekten Jean Nouvel entworfene spektakuläre Bau des Louvre einsam inmitten von Sand und Schutt. Der Komplex aus 55 neben- und übereinander angeordneten Quaderbauten soll an eine arabische Altstadt erinnern. Überdacht wird er von einer flachen, netzartigen Kuppel aus 8000 Metallsternen, die je nach Sonneneinstrahlung raffiniert wechselnde Schatten an die Wände und auf die Böden werfen. Konzipiert als universelles Museum, ist die Sammlung chronologisch und nicht geografisch geordnet. Das bedeutet, dass Kunstwerke aus dem alten Ägypten zum Beispiel neben Stücken aus Europa stehen.

Zögerliche Umsetzung

Die beiden anderen Museen lassen noch auf sich warten. Die Bauarbeiten für das vom britischen Architekten Norman Foster entworfene Zayed National Museum, das eigentlich bereits 2016 eröffnen sollte, haben erst vor kurzem begonnen und vom Guggenheim Museum, dessen Eröffnung für 2017 angekündigt war, ist noch nichts zu sehen. Das sei eben leider nicht ungewöhnlich für die Region, erzählt der Manager eines Hotels auf Saadiyat Island: große Pläne, aber eine recht zögerliche Umsetzung. Schließlich sei nach der letzten Finanzkrise das Budget überall gekürzt worden. Auch das reichste der sieben Emirate muss daher sparen. So wurden auch die Baupläne auf der 27 Quadratkilometer großen Sandinsel wieder einkassiert. Zwar sind bereits Tausende von Appartements und Villen entstanden, doch

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