
Besitz von Bono. Shutterstock (4)
80er-Jahren U2 berühmt wurde? An der Stelle des schicken Stephen‘s Green Shopping Centre stand früher etwa das Dandelion Market Parkhaus, wo U2 ihre ersten großen Auftritte hatten. Die Windmill Lane Studios, wo die ersten Erfolgsplatten von U2, aber auch Musik von Van Morrison und Sinead O’Connor aufgenommen wurde, fiel vor einigen Jahren leider dem Abrissbagger zum Opfer. Aber die Schleuse am Grand Canal, wo das Albumcoverfoto von „October“ geschossen wurde, existiert nach wie vor. Apropos Paul David Hewson alias Bono: Der Künstlername gründet auf Bonavox – was im Lateinischen so viel wie gute Stimme bedeutet –, einem Geschäft für Hörhilfen in der Earl Street North. Direkt gegenüber steht die Bronzestatue zur Erinnerung an einen anderen berühmten Sohn Dublins, James Joyce. Er gilt als einer der wichtigsten Autoren der literarischen Moderne.
Besuch in der Octagon Bar
Selbstverständlich streift die U2-Tour auch The Clarence, das zurückhaltend elegante Boutique-Hotel direkt am River Liffey. Das Haus wurde 1852 gebaut und ist seit 1992 in Besitz von Bono und Gitarrist The Edge. Die Octagon Bar im Haus gilt bis heute als Treffpunkt der Dubliner Szene. Die Chance, eines der Mitglieder von U2 dort anzutreffen, sofern sie sich in Dublin aufhalten, sei sehr hoch, meint Julian, und daher sei der Besuch der Bar ein Muss für den wahren U2-Fan. Julian Vignoles führt seine radelnden Gäste auch etwas weg von der Innenstadt am River Liffey entlang hinaus ins moderne Dockland-Viertel. Nach dem Passieren der spektakulär designten Samuel Beckett Bridge stoppt er sein Rad vor einem unscheinbaren grauen Stahltor mit Graffiti-Verzierung. Dahinter verbirgt sich das hypermoderne Hanover Studio der Band. Leider kein Zutritt für Fans und Besucher! Zur Vertiefung des musikalischen Wissens empfiehlt Julian im Anschluss noch einen Besuch im Irish Rock’n’Roll Museum im Vergnügungsviertel Temple Bar. Die knallrote Hauswand, die „Wall of Fame“, zieren dort riesige Schwarzweißfotos der sogenannten Irish Music Royalty mit Rockstars, wie Van Morrison, Rory Gallagher und Phil Lynott von Thin Lizzy.