Aarhus: Reich, zufrieden und kreativ

grauen Raumschiff am Wasser. Es beherbergt eine der größten öffentlichen Bibliotheken Skandinaviens, Bürgerberatung, Tagungsräume, Vortragssäle, Büros. Neben den breiten Stufen haben die Architekten Rollstuhlfahrern komfortable Rampen gebaut. Als „soziale Architektur“ beschreibt Rebecca Matthews, Leiterin des Kulturhauptstadt-Programms, generell die modernen Bauten des Nordens.
Inkubator für Ideen in Kunst
Ihre Wahlheimat erlebt die Engländerin als „Inkubator für Ideen in Kunst, Kultur und Medien“. Und immer wieder staunt Matthews über den Gemeinschaftsgeist, der in Dänemark nicht nur die Architektur prägt.
Überall dürfen Kinder spielen, auf den Treppen des Dokk 1, am nahen Strand, auf den vielen verkehrsberuhigten oder autofreien Straßen und den vielen Grünflächen. Das Motto Re-Think versteht Matthews als Anregung, gemeinsam die großen Themen unserer Zeit zu überdenken: Landflucht, Umweltzerstörung, Nachhaltigkeit. Im Kulturhauptstadtjahr will sie auf dem „World Creativity Forum“ Künstler, Denker, Wissenschaftler und Leute aus der Wirtschaft zusammenbringen. Kunst soll auf die Menschen zugehen. Im kommenden Sommer wird eine vier Kilometer lange Installation die Innenstadt bis zum Hafen durchziehen, eine weitere Jütland von Ost nach West durchqueren.
Der Reiseführer Lonely Planet hat Aarhus schon auf den zweiten Platz der Top-Ziele Europas gesetzt. 2017 erwartet die Stadt dreimal so viele Kreuzfahrtschiffe wie 2015.

Buchtipp
„Die Wurzel des Bösen“ Christianssund, eine Woche vor Weihnachten: Während die Bewohner der beschaulichen Küstenstadt letzte Geschenke besorgen, wird der erfolgreiche Bauunternehmer Peter Münster-Smith erstochen in seiner Firma aufgefunden. Anna Grue ist eine der erfolgreichsten Krimiautorinnen Dänemarks. Die Bände ihrer Krimiserie um den Ermittler Dan Sommerdahl sind allesamt Bestseller. Erhältlich bei „Das Buch“ im Messepark.
ISBN: 978-3-85535-204-3;
Preis: 20,60 Euro