Ein Naturparadies im Mittelmeer

Reise / 06.03.2015 • 10:08 Uhr
Ein Naturparadies im Mittelmeer

Korsikas Süden: Felsige Gipfel, einsame Buchten und romantische Städtchen.

reise. (srt/Sabine Metzger) Tosend branden die Wellen gegen die mächtigen Felsen unterhalb des Belvédère de la Manichella, des Aussichtsbalkons in Bonifacio. Der Blick geht aufs Meer hinaus. Eigenwillig thront Korsikas südlichste Stadt auf dem hohen Kalksteinplateau, als bewache sie die Meerenge, die die Insel vom nur etwa 20 Kilometer entfernten Sardinien trennt. 1500 Meter lang und 200 Meter breit ist das Plateau, auf dem der toskanische Graf Bonifacio II. aus Lucca im 9. Jahrhundert die Zitadelle errichtete. Viele Jahrhunderte war die stolze Schönheit umkämpft, mal von den Pisanern, mal von den Spaniern, mal von den Genuesen belagert, bis sie schließlich 1768 – wie ganz Korsika – an Frankreich fiel. Auch heute noch ist im Gassengewirr der Ville Haute unverkennbar ein norditalienisch geprägter Dialekt zu hören – in der Boulangerie mit den köstlichen Kuchen, getränkt in Orangenwasser, in den schicken Boutiquen, in den gemütlichen Straßencafés und den Restaurants. Im Jachthafen starten regelmäßig Ausflugsboote zu den Inseln Cavallo, Lavezzi und zur Grotte du Sdragonato mit ihren rot und lilafarben leuch­tenden Algen. In einzigartigen Türkistönen schimmert das Meer, meterhohe Strandkiefern säumen die Sandbuchten der Halbinsel La Chiappa: Etwas nördlich von Bonifacio Richtung Porto Vecchio treffen sich Sonnenanbeter und Badenixen, und Korsika gibt sich karibisch. Statt der Palmen säumen zwar hohe Schirmpinien die Buchten – doch ansonsten stimmt alles: vom puderweichen Sand über die rund geschliffenen Granitfelsen bis zum herrlich klaren Meer.

Zwei traumhafte Buchten

Auf der Halbinsel reihen sich Korsikas berühmteste Strände aneinander – mal einsamer, mal voller Leben. Ein Muss ist die berühmte Doppelbucht Plage de Palombaggia. Wer einen kleinen Fußmarsch in Kauf nimmt, der findet selbst in der Hochsaison noch ein ruhiges Plätzchen. Traumbucht Nummer zwei: die etwa sechs Kilometer südlich gelegene Baie de Santa Giulia. Ideal als Ausgangspunkt zur Erkundung des Inselsüdens ist das nahe Städtchen Porto Vecchio. Es thront ebenfalls auf einem befestigten Hügel über dem Meer. In der Hauptsaison drängeln sich die Urlauber in den schmalen Gassen und auf den kleinen Plätzen. Aber was wäre ein Korsika-Urlaub ohne einen Ausflug ins Gebirge? Verlockend recken sich die Zacken des Bavella-Massivs in den blauen Himmel. Die Straße schlängelt sich von Porto Vecchio die Hänge des Massif de L‘Ospedale mit seinen Korkeichen, Schwarzkiefern und Granitfelsen entlang. Dazwischen immer wieder grandiose Ausblicke über den Inselsüden bis nach Sardinien. In Zonza, dem