Acht-Tore-Drama: Hohenems gibt Sieg spät aus der Hand

Regionalliga / 19.04.2026 • 15:39 Uhr
Pierre Nagler traf zum 4:3, aber Hohenems holt nur ein Punkt. VN-Serra
Pierre Nagler traf zum 4:3, aber Hohenems holt nur ein Punkt. VN-Serrathomas Knobel

4:4-Remis gegen Seekirchen nach Führung in Minute 85 vor 600 Fans.

Hohenems Ein Spiel, das alles bot – nur keinen Sieger: Der VfB Hohenems und der SV Seekirchen trennten sich im Stadion Herrenried vor begeisterten knapp 600 Zuschauern 4:4 (2:3). Acht Tore, ein offener Schlagabtausch und ein bitteres Ende für die Hausherren prägten einen intensiven Fußballnachmittag.

Die Partie begann für die Emser denkbar ungünstig. Nach kurzfristigen Ausfällen von Luca Vater (Zerrung) und Jonas Weissenhofer (Sportverbot) sowie dem Fehlen von Noel Gunz (Adduktoren) im Mittelfeld musste Trainer Werner Grabherr seine Defensive umbauen – und das machte sich sofort bemerkbar. Seekirchen nutzte die Unsicherheiten eiskalt aus und ging durch Volkert (5./Elfmeter) und Leitenstorfer (9.) früh mit 0:2 in Führung. Auch nach dem Anschlusstreffer von Luka Ancevski (21.) blieb Hohenems anfällig, Hindler stellte auf 1:3 (27.).

Doch die Reaktion folgte. Noch vor der Pause verkürzte Mert Can Ünal auf 2:3 (45.), obwohl zuvor bereits mehrere Großchancen ungenutzt blieben. Pierre Nagler, Liam Tripp und Ünal selbst hätten das Spiel schon früh in eine andere Richtung lenken müssen.

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie endgültig. Hohenems übernahm mehr und mehr die Kontrolle, Ünal traf per sicher verwandelten Foulelfmeter zum 3:3 (53.). Die Emser drückten weiter und belohnten sich spät: In der 85. Minute sorgte Pierre Nagler mit einem sehenswerten Treffer für die 4:3-Führung. Für den VfB-Scharfschützen war es das 12. Saisontor.

Doch die Partie hatte noch eine letzte Wendung. Nur zwei Minuten später traf der eingewechselte Sebastian Weinbacher zum 4:4 (87.). Ein später Schock für die Hausherren, die innerhalb kürzester Zeit zwischen Himmel und Hölle standen.

Hohenems Trainer Werner Grabherr fand danach klare Worte: „Wir haben ihnen vier Tore geschenkt, das tut verdammt weh. Vor allem, weil wir selbst vier richtig schöne Tore gemacht haben und uns nach dem 4:3 noch den Ausgleich holen. Die gute Vorstellung mit Spielwitz wurde nicht mit einem Heimsieg belohnt.“

Am Ende bleibt ein Punkt, der sich für Hohenems wie zu wenig anfühlt. In der Tabelle ändert sich wenig, Torfabrik Seekirchen bleibt Zweiter, die Emser Achter. Was bleibt, ist ein echtes Klassespiel von beiden Seiten – mit viel Tempo, vielen Chancen und acht Toren. VN-TK

Hohenems Trainer Werner Grabherr war mit dem Ergebnis nicht zufrieden.
Hohenems Trainer Werner Grabherr war mit dem Ergebnis nicht zufrieden.
Vier Tore gelang Hohenems aber es reicht nicht zum Heimerfolg gegen Seekirchen.
Vier Tore gelang Hohenems aber es reicht nicht zum Heimerfolg gegen Seekirchen.
Pierre Nagler war wieder Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld.
Pierre Nagler war wieder Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld.
Mert Can Ünal traf zweimal.
Mert Can Ünal traf zweimal.
VfB Edelfan Gerry.
VfB Edelfan Gerry.
Niklas Heimböck spielte in der Abwehr.
Niklas Heimböck spielte in der Abwehr.
Acht Tore aber kein Sieger.
Acht Tore aber kein Sieger.
Philipp Gassner hatte gute Momente.
Philipp Gassner hatte gute Momente.
Hohenems zwischen Himmel und Hölle.
Hohenems zwischen Himmel und Hölle.
Ünal wird gefeiert.
Ünal wird gefeiert.
Jubel im Hohenemser Lager.
Jubel im Hohenemser Lager.
Nur ein Punkt trotz vier Traumtoren.
Nur ein Punkt trotz vier Traumtoren.