Vom Alberschwender Talent zum Anführer der Altach Juniors

Regionalliga / 14.03.2025 • 09:30 Uhr

Schnell hat sich Julian Maldoner eingefügt. Jetzt geht der 24-Jährige gekonnt voran.

Altach Es war eine bewusste Entscheidung, der Wechsel von Julian Maldoner vergangenen Sommer zu den SCR Altach Juniors – und eine, die sich als goldrichtig erwiesen hat. Der 24-jährige Mittelfeldspieler hat sich in kürzester Zeit als Stammspieler etabliert, bis auf eines alle Ligaspiele bestritten und bereits wichtige Tore erzielt. Zudem trägt er mittlerweile nicht nur, wie zuletzt in Alberschwende, auch in Altach die Kapitänsbinde und übernimmt Verantwortung im jungen Team. Mit den Altach Juniors steht er auf einem soliden Mittelfeldplatz in der Regionalliga West und blickt zuversichtlich in die Rückrunde.

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Julian Maldoner hat in seiner Fußballerzeit schon einiges erlebt. Mit 17 Jahren spielte er bereits für den FC Alberschwende in der Regionalliga West und entwickelte sich dort zu einem unverzichtbaren Leistungsträger. Nach 154 Spielen und 38 Toren für den Wälder Traditionsverein wagte er im Sommer 2024 den Schritt zu den SCR Altach Juniors – eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut. „Es war der richtige Zeitpunkt, um nochmals sportlich meine Grenzen auszuloten. Und die Chance, zu einem der professionellsten Klubs Vorarlbergs zu wechseln, war einfach ein besonderer Reiz“, erzählt Maldoner im Gespräch mit den Vorarlberger Nachrichten.

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Julian Maldoner im Regenmatch gegen Hohenems. Steurer

Neue Herausforderung

In Altach wurde er direkt zu einer Führungsperson und übernahm in der Hinrunde sogar die Kapitänsbinde – eine große Ehre für ihn. „Das ist eine enorme Wertschätzung vom Verein, aber natürlich bringt das auch viel Verantwortung mit sich. Ich sehe mich als Vorbild für die jüngeren Spieler und versuche, sie zu unterstützen und zu motivieren“, so Maldoner.

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Julian Maldoner im Laufduell mit Dornbirns Reinaldo Batista Caetano. VN-Stiplovsek

Sportlich hat er sich nahtlos ins Team eingefügt. Bis auf das letzte Meisterschaftsspiel gegen Imst, bei dem er verletzt pausieren musste, absolvierte er alle 15 Saisonspiele und stand 1350 Minuten auf dem Platz. Besonders bemerkenswert: Seine zwei Saisontore erzielte er ausgerechnet in den Derbys gegen Dornbirn und Lauterach – Spiele, die für die Mannschaft und die Fans von besonderer Bedeutung sind.

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Im Derby gegen FC Dornbirn. VN-Stiplovsek

Stabile Hinrunde

Mit 21 Punkten aus 15 Spielen rangieren die Altach Juniors aktuell auf dem neunten Tabellenplatz. Das bedeutet, dass das Team in der Rückrunde nicht direkt in den Abstiegskampf verwickelt ist, aber dennoch ambitioniert bleibt. „Wir können einem ruhigen Frühling entgegensehen, wollen uns aber natürlich weiterentwickeln und möglichst viele Punkte sammeln“, betont Maldoner.

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Julian Maldoner gegen Dornbirns Mario Desnica. VN-Stiplovsek

In der Winterpause blieb der Kader weitgehend unverändert. Lediglich Danso Casado verließ den Verein in Richtung Imst. Insgesamt kamen in der ersten Saisonhälfte 21 Feldspieler und zwei Torhüter in der zweiten Kampfmannschaft von Altach zum Einsatz. Auch in der Rückrunde wird es immer wieder Veränderungen geben, da einige Spieler aus der Profiabteilung Spielpraxis in der Regionalliga sammeln werden.

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Julian Maldoner noch im Dress des FC Alberschwende. Bild aus dem Derby gegen FC Rotenberg., im Duell mit Gilnei Silva De Mesquita. VN-Lerch

Zusammenhalt

Der Frühjahrsauftakt bringt für die Altach Juniors gleich ein wichtiges Spiel: In der ersten Partie geht es auswärts gegen den Vorletzten der Liga, den FC Kitzbühel. Hier möchte Maldoner mit seiner Mannschaft einen gelungenen Start hinlegen und die gute Form aus der Hinrunde bestätigen. Doch nicht nur für das eigene Team ist dieses Spiel von Bedeutung. „Wir wollen auch wertvolle Schützenhilfe für unsere Ländle-Kollegen Lauterach und Röthis leisten, die im Abstiegskampf stecken. Jeder Punkt zählt – nicht nur für uns, sondern auch für die gesamte Vorarlberger Fußballszene“, erklärt der Kapitän. Thomas Knobel