FC Dornbirn bleibt weiter bestehen

Regionalliga / 26.09.2024 • 12:18 Uhr
FC Dornbirn bleibt weiter bestehen
Tamas Herbaly und Co. jubeln wahrscheinlich auch über den angenommenen Sanierungsplan. stiplovsek

Gläubiger stimmen ambitionierten Sanierungsplan der Rothosen zu, Fortbestand des Vereins vorerst gesichert.

Dornbirn Riesengroßer Schritt für den FC Dornbirn in Bezug Weiterbestand des Vereins. Die Gläubiger stimmten dem Sanierunsgplan mit 30-Prozent-Quote des Klubs zu.

“Für diesen Ausgang sind wir angetreten. Es war ein Kraftakt des aktuellen Vorstandes, der Sponsoren und der Gönner des FC Dornbirn. Wir sind sehr glücklich über den angenommenen Sanierungsplan”

Gerhard Ölz
Obmann FC Dornbirn
Fußball
Die Gruppe rund um Gerhad Ölz hat den Absturz des FC Dornbirn verhindert.

Beim Landesgericht Feldkirch fand heute die Sanierungsplantagsatzung im Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung über den FC Mohren Dornbirn 1913 statt. Wie bereits bekannt belaufen sich die Verbindlichkeiten des Traditionsvereines auf rund 849.400,00 Euro.

200.000 Euro in den nächsten sechs Wochen fällig

Die Gruppe um Neo-Obmann Gerhard Ölz stellte folgenden ambitionierten Sanierunsgplan vor: 30 %, zahlbar wie folgt: 24,25 %, zahlbar binnen 6 Wochen und 5,75 % zahlbar binnen 8 Monaten ab rechtskräftiger Bestätigung des Sanierungsplans.
Der Vorschlag erhielt bei der Abstimmung sowohl die erforderliche Kopf- als auch Summenmehrheit. Der Zahlungsvorschlag gilt somit als angenommen. Bedeutet, der Verein muss knapp 200.000 Euro in den nächsten sechs Wochen an die Gläubiger bezahlen, für die restlichen knapp 50.000 Euro hat man acht Monate Zeit.

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„Die Zustimmung zum Sanierungsplan ist für alle Beteiligten die bestmögliche wirtschaftliche Entscheidung. Im Falle der Ablehnung des Zahlungsvorschlages und der darauffolgenden Liquidation des Unternehmens hätten die Insolvenzgläubiger lediglich mit einer deutlich niedrigen Zerschlagungsquote rechnen können“ führt Regina Nesensohn, KSV1870 Leiterin Standort Feldkirch, aus.

Kraftakt der Rothosen

“Wir haben gute Vorarbeit geleistet, dank Sonderspornsoring, so können wir den ambitionierten Sanierungsplan auch ausführen. Der erste Teil, die rund 200.000 Euro, wird nun in den nächsten Wochen überwiesen,” erklärt Dornbirns Neo-Obmann Gerhard Ölz, der zudem zugibt, “dass natürlich alle hier im Klub extrem glücklich sind.”

Es sei ein Kraftakt gewesen, “für den wir angetreten sind. Der Vorstand, die Sponsoren und Gönner haben alles für diesen Ausgang unternommen”, so Ölz weiter. Zweifel, ob man den Sanierungsplan auch so durchbekommen kann, waren berechtigt, “die sind ja immer da. Und vor zwölf Wochen war die Gefühlslage schon noch eine andere. Aber wir sind alle positiv an das Unterfangen herangegangen, haben mit vollen persönlichen Einsatz daran gearbeitet, dass wir auch in Zukunft noch bestehen”, erklärt Ölz.

Die Lehren für die Zukunft liegen für den stellvertretenden Innungsmeister der Vorarlberger Friseure auf der Hand: “Nur Geld ausgeben, das man hat. Wir werden in Zukunft sicher kein Risiko für einen sportlichen Erfolg eingehen”.