Hinter den Kulissen: Werbung für eine Stichwahl, die nicht ist

Politik / 20.03.2025 • 16:55 Uhr
Falsches Plakat ÖVP
Zumindest in einer Straße haben sich die Plakatkleber in der Schublade vertan. Leserfoto

Roland Frühstück hat derzeit nicht nur mit der verpassten Stichwahl zu nagen, sondern auch mit der Werbung dafür.

Bregenz Der Landeshauptstadt bleibt eine Stichwahl eigentlich erspart. Am Tannenbach wirbt Roland Frühstück (67) dennoch etwas überraschend für Stimmen am 30. März. “Das hätte eigentlich ein ‘Danke’ sein sollen”, ist der ÖVP-Spitzenkandidat zerknirscht – so wie auch auf den zahlreichen anderen Dankes-Plakaten der Volkspartei, die derzeit die Bushaltestellen und Straßenzüge von Bregenz schmücken. Warum das für eine mögliche Stichwahl vorbereitete Design statt des geplanten Danke-Designs verwendet wurde, ist Frühstück rätselhaft. Der menschliche Fehler dürfte noch vor dem Wochenende korrigiert werden, versichert der Auftragnehmer. Dieser entschuldigt sich für den Fehlgriff.

Denn statt eines verlängerten Wahlkampfes laufen in Bregenz derzeit die Überlegungen, wie sich eine künftige Stadtregierung zusammenstellen könnte. Die Volkspartei kam auf Platz 2 in der Wählergunst. Es wäre demnach naheliegend, dass sich Frühstück Hoffnungen auf einen Vizebürgermeistersessel machen darf – vor allem, wenn man mit dem SPÖ-nahen Team des Bürgermeisters Michael Ritsch eine Koalition auf die Beine stellt, statt auf das freie Spiel der Kräfte zu vertrauen. Denn von den neun Stadträten stehen der Bürgermeisterpartei zwar vier zu, der ÖVP jedoch drei. Und Grüne und FPÖ erhalten nur je einen – was jedoch ausreichen könnte, da es mit einem geschlossen stimmenden Team Ritsch immer für eine Mehrheit von fünf Stimmen reichen könnte.

Die Verhandlungen um die Zukunft der Stadtregierung werden jedoch im Gegensatz zum Wahlkampf nicht über die Medien geführt.

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