340 Millionen Euro! Illwerke VKW steigen in den Glasfaserbau ein

Ein neues Geschäftsfeld soll den Stromversorger auch zum Glasfaserversorger machen. Vorarlberg soll die Nummer eins werden.
Mellau, Bregenz Seit Jahren wirbt die Politik damit, das Breitbandnetz auszubauen. Sie nimmt dafür auch Geld in die Hand – doch die zur Verfügung gestellten Förderungen werden nicht immer ausgeschöpft. Auch jetzt hat es wieder einen sogenannten Call gegeben – man hat sich also beim Finanzministerium für Förderungen bewerben können. Einige haben das auch getan – doch es reicht nicht, sagt Landeshauptmann Markus Wallner am Rande des Gemeindetags in Mellau. “Wir kommen damit einfach nicht weit genug. Deshalb haben wir entschieden, selbst einen großen Schritt zu machen. Das eigene Landesunternehmen wird gezielt in den Ausbau der Infrastruktur einsteigen”, sagt Wallner. Die Illwerke VKW werden in zehn Jahren insgesamt 340 Millionen Euro in die Hand nehmen, um die Glasfaser-Versorgung vor allem in den Talschaften auszubauen. Wallners Ziel: “Vorarlberg soll Nummer eins in Österreich werden.”.

Wallner hat bei seiner Rede am Gemeindetag erste Details parat. “Im Juni stehen die Beschlüsse an. Dann werden wir gemeinsam mit den Illwerken VKW über den Sommer jede Talschaft ansehen. Wir wissen eigentlich schon, was zu tun ist, weil der Versorgungsgrad detailliert erhoben worden ist.” Mit Geld des Landes wäre dieser Ausbau nicht zu stemmen, ist der Landeshauptmann überzeugt. “Diese Investition ist möglich, weil die Ergebnisse in Deutschland so gut sind. Das Unternehmen nimmt da Geld aus eigener Kraft in die Hand, die Landesdividende bleibt davon unberührt.” Auch die Bundesförderung wird weiter fließen.
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Die Bundesförderung zielt vor allem auf benachteiligte Regionen ab (die VN berichteten). Die Regio Bregenzerwald hat sich um Geld für den Ausbau beworben, sieben Gemeinden haben bereits Förderzusagen. Wenn der Bund eine Förderung übernimmt, steigen auch die Illwerke VKW mit einer zusätzlichen Förderung ein. Wallner betont: “Wo der Bund nicht gefördert hat, ist praktisch nichts passiert. Der Ausbau muss rascher vorangehen.”
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Nach den notwendigen Beschlüssen bauen die Illwerke VKW ein neues Geschäftsfeld auf. Das Unternehmen wird dadurch wachsen, auch Mitarbeiter werden gesucht. Weitere Details möchten der Landesenergieversorger und die Landesregierung im Juni präsentieren. Klar ist jetzt schon: Nachdem sich die Illwerke VKW um Stromnetze kümmert, stehen jetzt die Glasfasernetze im Fokus.
Ob im Bregenzerwald, im Klostertal, im Brandnertal oder im Montafon: In zehn Jahren soll schnelles Internet auch in den hintersten Winkeln des Landes keine Ausnahme mehr sein.