„Politik als Horrorshow“: Diese Kleinparteien wollen gemeinsam Alternative sein

Xi, HaK und Gilt haben Kooperationsvertrag unterschrieben, weitere Gruppierungen sollen sich anschließen.
Lingenau Nun steht fest, welche drei Kleinparteien sich zu einem Bündnis für die Vorarlberger Landtagswahl im Herbst zusammenschließen. Xi, Heimat aller Kulturen (HaK) und Gilt wollen es dieses Mal gemeinsam versuchen und unterschrieben am Freitag bei einem Medientermin in Lingenau eine Kooperationsvereinbarung. Das Wahlbündnis heißt „Xi-HaK-Gilt.“ Spitzenkandidat Chris Alge führt die Unzufriedenheit der Beteiligten mit der aktuellen Politik als Grund für das gemeinsame Antreten an. „Eigentlich ist es eine Horrorshow“, findet er im VN-Gespräch deutliche Worte. Auf die Frage, was denn das Ziel des Bündnisses sei, antwortet Alge: „Wir freuen uns über jede Stimme. Erreichen wir Klubstatus, passt das gut. Werden wir drittstärkste Kraft, wäre das grandios.“
„Mitte der Mitte“
Für die drei Kleinparteien sei es nicht einfach gewesen, zusammenzufinden, räumt Alge ein. Im Gegenteil. „Es war extrem viel Arbeit. Für uns war klar: Wenn wir so etwas machen wollen, dann gescheit. Aber als Unternehmer und leitende Angestellte sind wir arbeiten ohnehin gewohnt.“ Das Bündnis bezeichnet der Spitzenkandidat als „schönes Leuchtturmprojekt für Vorarlberg.“ Weitere Kleinparteien, Listen und Initiativen sollen sich anschließen. Diesbezüglich lässt sich der Unternehmer noch keine Namen entlocken. Nur: „Wir sind offen für alle, die sich in der Mitte der Mitte wiederfinden.“ In den nächsten vier Monaten werde dann bekannt gegeben, wer schlussendlich alles dabei ist. Als Nummer zwei auf der Liste des Bündnisses tritt jedenfalls Murat Durdu (HaK) an, auf Platz drei Thomas Doppelhofer (Gilt).

Bei der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren sind die drei Kleinparteien separat angetreten. Die Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug übersprangen sie damals nicht.