Hinter den Kulissen: In Meiningen werden die Abtrünnigen gesucht

Nicht alle stimmten für die gewünschte Nachfolgeregelung im Bürgermeisteramt.
Abtrünnig In Meinigen, wo Thomas Pinter (65, VP) nach 19 Jahre als Gemeindechef seinen Ruhestand antrat, wird über das Wahlprozedere von Pinters Nachfolger Gerd Fleisch (58, VP) als Bürgermeister diskutiert. Der Grund: Fleisch hatte nämlich von „nur“ 15 der insgesamt 17 Mandataren eine Stimme erhalten. Und nachdem alle Vertreter der insgesamt vier Listen im Vorfeld beteuert hatten, Fleisch Vorschusslorbeeren zu geben, wird eifrig nach der oder dem Abtrünnigen gesucht, zumal Fleisch sich selbst keine Stimme gegeben haben soll. Unter Verdacht stand zuerst die Liste Koch mit Manuela (59) und Karlheinz Koch (65). Dabei soll das Paar im Vorfeld im Freundeskreis „fix versprochen“ haben, den neuen Bürgermeister zu wählen. Darüber hinaus hatte Koch offenbar Fleischs Firmpaten Peter Efferl (70, Kapellmeister der Stadtmusik Feldkirch, bei einem gemütlichen Beisammensein nochmals beteuert, für den Fleisch zu votieren. Während nun die einen davon ausgehen, dass wohl Philipp Halbeisen (42, FP) Fleisch seine Zustimmung verweigert haben dürfte, gibt es auch böse Zungen, die an einer geradezu hanebüchenen Theorie festhalten: Der oder die “Abtrünnige” sei vielmehr auf der Bürgermeisterliste zu finden, dort habe ein(e) Volksvertreter(in) entweder nicht den Namen Gerd Fleisch auf den Stimmzettel schreiben können oder gar nicht gewusst, dass dieser der neue Bürgermeisterkandidat war.