Kraftwerke für Dornbirn und Götzis

Politik / 29.02.2024 • 11:18 Uhr
<p class="caption">Inhaus hat schon einen Parkplatz mit PV-Dach: GF Robert Küng und LR Zadra. <span class="media-container dcx_media_rtab" data-dcx_media_config="{}" data-dcx_media_type="rtab"> </span><span class="marker">VLK</span></p>
Inhaus hat schon einen Parkplatz mit PV-Dach: GF Robert Küng und LR Zadra.  VLK

PV-Zubau ist im vergangenen Jahr in die Höhe geschnellt. Vorarlberg verzeichnet einen absoluten Spitzenwert an neuen Anlagen.

Darum geht’s:

  • Im Jahr 2023 wurden in Vorarlberg PV-Anlagen mit einer Leistung von 100 Megawatt gebaut.
  • Das entspricht 28.000 Haushalten, was Dornbirn und Götzis zusammen entspricht.
  • Die PV-Leistung in Vorarlberg liegt jetzt bei 262 Megawatt auf rund 16.000 Anlagen.

Bregenz Damit hat selbst der Landesrat nicht gerechnet. Im vergangenen Jahr sind so viele PV-Anlagen errichtet worden wie noch nie. Der Unterschied zu den Vorjahren ist nicht nur minimal: Mit den neuen Anlagen können 28.000 Haushalte versorgt werden. Das sind Dornbirn und Götzis zusammen, freut sich Landesrat Daniel Zadra.

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Es ist noch gar nicht so lange her, da waren Photovoltaik-Anlagen auf Vorarlbergs Dächern eher die Ausnahme als die Regel. Vor dem Jahr 2021 ließen sich Vorarlbergs Bürgerinnen und Bürger jährlich Anlagen mit einer bilanziellen Gesamtleistung von zehn Megawatt auf die Dächer montieren. 2021 verdreifachte sich dieser Wert, ein absoluter Rekord wurde erreicht. Die Bundesregierung führt dies auf das Erneuerbaren Ausbaugesetz (EAG) zurück. 2022 ist dieser Rekord eingestellt worden, wieder wurden PV-Anlagen mit einer Leistung von 30 Megawatt gebaut. “2022 wurden die Förderungen noch einmal massiv erhöht”, erinnert sich Zadra. “Und es hat eine Preisrallye auf dem Strommarkt gegeben.” Das Resultat in Zahlen: Im vergangenen Jahr sind in Vorarlberg PV-Anlagen mit einer bilanziellen Gesamtleistung von 100 Megawatt gebaut worden. “Das sind bilanziell 28.000 Haushalte, was Dornbirn und Götzis zusammen entspricht”, rechnet der Landesrat vor. “Damit sind im vergangenen Jahr 18 Millionen Euro an Bundesförderung nach Vorarlberg geflossen.”

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Und: Es ist mehr als ein Drittel der gesamten PV-Leistung in Vorarlberg. Die liegt jetzt bei 262 Megawatt auf rund 16.000 Anlagen. Von diesen 16.000 Anlagen sind im vergangenen Jahr 5000 gebaut worden – nicht nur auf Dächern. “Im Gegensatz zu anderen Bundesländern sind diese Anlagen nicht auf der grünen Wiese entstanden, sondern auf versiegelten Flächen. Also auf kleinen und großen Dächern, über Parkplätzen, auch über Klärbecken in Kläranlagen zum Beispiel.”

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Für diese Bauleistung sei ein Schulterschluss zwischen Politik, Bürgern und der Branche notwendig gewesen, lobt Zadra. “Die Handwerker haben diesen Ausbau geschafft. Für 2024 haben wir auch schon Schritte gesetzt, dass es weitergeht.” Da Fördersystem ist verändert worden. Statt Geld über komplizierte Förderanträge zu bekommen, müssen Bürger nichts mehr tun. Die Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen ist gefallen, das entspricht in etwa der Förderhöhe des Vorjahres, betont der Landesrat. Das Land wird aber weiterhin investieren. Nicht nur in verschiedene PV-Projekte – sondern auch in die Netze. Bisher sei die Netzkapazität ausreichen. Aber man müsse es stets weiter ausbauen, damit Dornbirn, Götzis und die anderen 94 Gemeinden in den Genuss von Sonnenenergie kommen.

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