Die SPÖ Vorarlberg hat ihren EU-Kandidaten

Ein Bludenzer erbt den Listenplatz des Burgenlands.
Graz Mario Leiter und Andreas Babler sind nicht nur bei der gleichen Partei. Sie sind von der Partei auch mit dem gleichen Vertrauen ausgestattet. Leiter erhielt am Landesparteitag 88,7 Prozent der Stimmen als neuer SPÖ-Landesparteivorsitzender. Am Samstag in Graz stellte sich Andreas Babler dem Bundesparteitag. Von 587 Delegierten bestätigten ihn 88,76 Prozent als SPÖ-Parteichef. “Was für ein geiles Ergebnis. Was sind wir für eine coole Partei”, bejubelte Babler mit tränenerstickter Stimme das Resultat. Es gehe nicht um die Partei oder um ihn, sondern um mehr Gerechtigkeit: “Wir werden das Land positiv verändern. Anpfiff!”
Vorarlbergs Mario Leiter spricht von einem phänomenalen Ergebnis. “Es hat eine echte Aufbruchstimmung geherrscht. Unser Andi Babler hat auch alle Themen aufgearbeitet, die das Leben der Menschen betrifft. Er hat mehrfach Standing Ovations bekommen.”
Schieder an der Spitze
Am zweiten Tag – also am Sonntag – stand die Europawahl am 9. Juni im Fokus. Andreas Schieder wird die SPÖ wieder als Spitzenkandidat in die EU-Wahl führen. Schieder erhielt 89,8 Prozent. Auf dem zweiten Platz der Liste für die Wahl im Juni steht wieder die Vizepräsidentin des EU-Parlaments Evelyn Regner, sie bekam 96,9 Prozent. Vor der Wahl kam es zu parteiinternen Diskussionen, weil laut interner Rechenmethode der Kandidat aus dem Burgenland auf Platz 7 gelandet wäre. Die Burgenländer hätten ihr Personal aber gerne weiter vorn platziert und lassen aus Protest jetzt gar niemanden antreten. Der Bludenzer Stadtrat Andreas Fritz-Wachter erbt den Platz.
Der 35-Jährige wird auf Platz sieben der Bundesliste und als Spitzenkandidat der SPÖ in Vorarlberg bei der EU-Wahl antreten, erklärt Mario Leiter. Fritz-Wachter hat Betriebswirtschaft studiert und arbeitet in Bludenz als Personal Trainer. Er rückte im April dieses Jahres in den Stadtrat und ist in Bludenz für Jugendpolitik zuständig.
