Gerald Loacker will nicht mehr in den Nationalrat

Politik / 30.10.2023 • 22:45 Uhr
Gerald Loacker ist seit 2013 Nationalratsabgeordneter. Im kommenden Jahr endet für ihn diese Ära. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Gerald Loacker ist seit 2013 Nationalratsabgeordneter. Im kommenden Jahr endet für ihn diese Ära. Stiplovsek

Neos-Politiker macht Platz: Er wird bei der Wahl 2024 nicht kandidieren.

Dornbirn Der Vorarlberger Nationalratsabgeordnete und Neos-Wirtschaftssprecher Gerald Loacker wird bei der kommenden Nationalratswahl nicht mehr kandidieren. Er sei 2013 mit dem Wahlkampfmotto „Freiheit leben statt Sesselkleben“ in das Hohe Haus eingezogen, nun werde er das Versprechen einlösen und seinen Platz freimachen, kündigte der 49-Jährige am Montagabend an. In der Landespartei gebe es „viele tüchtige Leute, die für eine Nachfolge infrage kommen“. Wen er damit meint, wollte er auf VN-Nachfrage nicht verraten.

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Die Entscheidung Loackers, nicht mehr für den Nationalrat zu kandidieren, kommt insofern überraschend, als er Anfang September bei Vorarlberg LIVE erklärte: „Beate Meinl-Reisinger hat mich gebeten, wieder zu kandidieren, und dann freue ich mich über die Möglichkeit, wenn ich noch gefragt bin.“ Auf VN-Nachfrage am Montagabend erläuterte er, auf den richtigen Zeitpunkt gewartet zu haben, seine Entscheidung zu verkünden. Man müsse dies jedenfalls mit gebührendem Abstand zur anstehenden Wahl tun. Daher habe er sich dafür sein zehnjähriges Jubiläum als Nationalratsabgeordneter vorgenommen, welches der 49-Jährige am 29. Oktober feierte.

"Ich freue mich, wenn ich noch gefragt bin", sagte Gerald Loacker noch Anfang September bei Vorarlberg LIVE.
"Ich freue mich, wenn ich noch gefragt bin", sagte Gerald Loacker noch Anfang September bei Vorarlberg LIVE.

Den Neos will Loacker – zumindest als Mitglied – treu bleiben. “Da ist so viel Energie reingeflossen”, erinnert er sich an die Gründungszeit vor elf Jahren. Seine Amtszeit im Bundesvorstand der Partei läuft im Juni 2024 aus. Wie es im Vorarlberger Landesparteivorstand weiter gehe, werde man besprechen.

Loacker resümiert zufrieden. Er blickt auf zwei geschaffte Wiederwahlen und die Aufbauarbeit der Neos in Vorarlberg zurück. Pensionen habe er öfter thematisiert, „als es den Kollegen außerhalb (manchmal innerhalb) meiner Fraktion lieb war“. Auch sein Abarbeiten an den Kammern und seinen Widerstand gegen eine Corona-Impfpflicht hob er hervor. Die verbleibenden Monate im Nationalrat wolle er weiter sein Bestes geben.

2013 packte es Loacker mit den Neos an und schaffte es in den Nationalrat.
2013 packte es Loacker mit den Neos an und schaffte es in den Nationalrat.

Er habe zwei Wiederwahlen geschafft, und die Aufbauarbeit in seinem Heimatbundesland trage Früchte, zog er Resümee. Dass er nicht mehr für den Nationalrat kandidieren möchte, kommt insofern überraschend, als dass Loacker noch Ende des Sommers bei Vorarlberg LIVE erklärte: “Beate Meinl-Reisinger hat mich gebeten, wieder zu kandidieren, und dann freue ich mich über die Möglichkeit, wenn ich noch gefragt bin.” Neben dem Nationalrat werden im kommenden Jahr auch der Landtag und das EU-Parlament gewählt.

Loacker zieht für die vergangenen zehn Jahre Bilanz: Er habe etwa im Nationalrat Pensionen öfter zum Thema gemacht, “als es den Kollegen außerhalb (und manchmal innerhalb) meiner Fraktion lieb war“. Auch sein intensives Abarbeiten an den Kammern und seinen Widerstand gegen eine Corona-Impfpflicht hob er hervor. Die verbleibenden Monate im Nationalrat wolle er weiterhin sein Bestes geben.