Abtreibung: Offenbar Lösung erzielt

Politik / 25.10.2023 • 11:02 Uhr
Am "Safe Abortion Day" im September fand eine Mahnwache vor dem Bregenzer Landtag statt. <span class="copyright">VN/Steurer</span>
Am "Safe Abortion Day" im September fand eine Mahnwache vor dem Bregenzer Landtag statt. VN/Steurer

Land präsentiert heute, wie es mit Schwangerschaftsabbrüchen in Vorarlberg weitergeht.

Bregenz Das Thema beschäftigt Vorarlberg seit Monaten: Wie soll es mit Abtreibungen weitergehen? Der einzige Arzt, der diese bislang im Land vornimmt, will Ende des Jahres seine Pension antreten. Wie es danach weitergehen soll, ob sogar ein Versorgungsengpass drohen könnte, blieb offen. Nun ist diese Gefahr abgewendet. Die Landesregierung will heute Nachmittag darüber informieren. Um 14 Uhr ist eine Pressekonferenz mit Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (beide ÖVP) angesetzt. Das Thema: “Aktuelle Informationen zum Schwangerschaftsabbruch in Vorarlberg.”

Nachfolgeregelung verzögert sich

Zur Erinnerung: Die im Vorjahr präsentierte und auch vom Landtag abgesegnete Nachfolgeregelung einer privaten Ordination im Personalwohnheim neben dem Bregenzer Krankenhaus verzögerte sich bis spätestens Ende des nächsten Jahres. Die zunächst bis dahin geplante Übergangsvariante einer Praxis in einem Anbau des Spitals war nach dem lautstarken Protest aus konservativen Kreisen, auch der ÖVP selbst, vom Tisch. Den Kritikern war die Nähe zum Krankenhaus zu groß. Landeshauptmann Wallner schloss daraufhin aus, dass Schwangerschaftsabbrüche in den öffentlichen Spitälern stattfinden könnten. Zuletzt nahm der Druck auf die Volkspartei allerdings zu, auch von ÖVP- und ÖVP-nahen Bürgermeistern.

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Das Land hielt sich bislang äußerst bedeckt. Zuletzt hieß es etwa auf VN-Anfrage, dass die Arbeiten „in Bezug auf die Ordination zum Schwangerschaftsabbruch auf Hochtouren“ vorangetrieben würden. Zu gegebener Zeit würden weitere Informationen kommuniziert, dies werde aber bestimmt noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Nun ist es allem Anschein nach doch schneller gegangen.

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