Ein Deal mit Weitblick: Wie Lauterachs neuester Grundstückskauf das Ortszentrum verändert

Lauterach setzt durch den jüngsten Kauf einer zentralen Liegenschaft einen weiteren Meilenstein in der eigenen Zentrumsentwicklung.
Lauterach Mit dem Projekt „Vision 2040/50“ hat Lauterach gemeinsam mit der Nachbargemeinde Wolfurt ein ambitioniertes Vorhaben in Angriff genommen, das auf das größte Gewerbegebiet Vorarlbergs abzielt. Nicht das einzige Großprojekt der Kommune, die auch im Zentrum Großes vorhat und eben erst mit der Erweiterung des Sozialzentrums einen weiteren Meilenstein gesetzt hat – um nahtlos direkt daneben mit der Umgestaltung der Alten Säge fortzufahren.

Diese Projekte sind wichtige Bestandteile im langfristig ausgelegten Plan, das Zentrum attraktiver und lebenswerter zu gestalten und den Alten Markt zu neuer Blüte zu führen. Jetzt wurde mit dem Kauf einer gut 1.000 Quadratmeter großen Liegenschaft zwischen dem restaurierten Vereinshaus und der Lerchenauerstraße ein weiteres für die Zentrumsentwicklung wichtiges Areal gesichert.

Doppelt wichtig
Für Bürgermeister Elmar Rhomberg ist dieser Immobilien-Deal in doppelter Hinsicht wichtig: „Zum einen ermöglicht dieses Grundstück eine bessere Verbindung abseits der L 190 vom Bereich Sozialzentrum/Vereinshaus in Richtung Alter Markt, und zum zweiten haben wir damit die Möglichkeit, bei der Adaptierung des Fesslerhauses die dringend benötigten Räumlichkeiten – samt idealer Außenanlage – zu schaffen.“

Bei einem Lokalaugenschein betont der Gemeindechef die Bedeutung der Liegenschaft: „Wir haben schon vor vielen Jahren ein Konzept entwickelt, das darauf abzielt, neben der L 190 eine attraktive Nord-Süd-Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zu installieren. Dies deshalb, weil sich eine ins Auge gefasste Unterflurlösung für die L 190 als unrealistisch erwiesen hat.“
Einstimmige Zustimmung
Was Rhomberg besonders freut: „In der Gemeindevertretung gab es für den Kauf Einstimmigkeit und die bisherigen Eigentümer waren ausgesprochen faire Verhandlungspartner.“
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Der Abschluss dieses Immobiliengeschäfts war für den Gemeindechef auch ein Anlass, im Gespräch mit der VN-Heimat eine Zwischenbilanz über das Projekt zu ziehen: „Die Gemeinde hat im Bemühen um die Zentrumsentwicklung mit der Raiba und der I+R Gruppe wertvolle Partner, die mit uns an einem Strang ziehen und sich tatkräftig an der Umsetzung der Vision Alter Markt/Zentrumsgestaltung beteiligen.”

“Sei dies in Eigeninitiative – etwa beim Hotel/Restaurant Johann oder durch den Kauf des Areals Metzgerei Hämmerle durch I+R Schertler – oder in Kooperation mit der Gemeinde, wie beim Kauf des Krone-Areals, für das eine eigene Gesellschaft (Gemeinde und Raiba) gegründet wurde.“

Zusammenarbeit mit Anrainern
Am Alten Markt und in dessen Umfeld wird seit vielen Jahren versucht, die Voraussetzungen für Neugestaltungspläne zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um den Erwerb von Liegenschaften, sondern auch darum, Anrainer einzuladen, sich am Gesamtkonzept zu beteiligen und einzubringen.

Bemühungen im langen Zeitraum
Im Umfeld des Alten Markts wird seit vielen Jahren darauf hingearbeitet, diesen wieder zu einem echten Zentrum der Gemeinde zu entwickeln. So wurde die Reiner-Liegenschaft (heute Michi’s Café) erworben, ebenso das Schönenbergerhaus (gegenüber Johann) und das Krone-Areal sowie jetzt das Fesslerhaus. STP