Vorarlberger Lehrer-Plakataktion im Burgenland kostete 16.100 Euro

Bildungsdirektor verweist auf österreichweite Bekanntheit – trotz geringer Resonanz im östlichsten Bundesland.
Schwarzach Rund 16.100 Euro kostete die Vorarlberger Plakataktion zur Anwerbung von Lehrerinnen und Lehrern im Burgenland. Das teilte Bildungsdirektor Heiko Richter am Montag den VN mit. Die Werbekampagne für Pädagoginnen und Pädagogen im Burgenland hatte diesen Sommer für Aufsehen gesorgt – und das nicht nur im östlichsten Bundesland. Auf großen Plakaten sollte interessierten Lehrpersonen der Umzug in den Westen schmackhaft gemacht werden. Dafür gibt es eine Prämie von 6500 Euro. Besonders groß war die Resonanz im Burgenland selbst nicht. Am Sonntag endete die Aktion.

Es gab vereinzelte Anfragen, auch aus anderen Bundesländern, sagt Bildungsdirektor Richter. Gleichzeitig betont er: „Durch das mediale Interesse kam es zu einer großen Bekanntheit im ganzen Land.“ Mittelfristig werde sich ein deutlicherer Effekt zeigen. „In einem Jahr kann man sich anschauen: Was hat das Ganze für Gesamtösterreich bedeutet?“ Es handle sich um eine Aktion unter vielen, um Lehrpersonen zu rekrutieren. Zudem ist es Richter wichtig, festzuhalten, dass solche Kampagnen nur in Bundesländern stattfänden, die selbst keine Probleme hätten, offene Stellen zu besetzen.
Bonus für Umzug nach Vorarlberg
Im vergangenen Schuljahr ist die Vorarlberger Prämie an 30 Pädagoginnen und Pädagogen ausbezahlt worden. Für heuer kam es zur Anstellung von bislang 14 Personen aus anderen Bundesländern oder Nationen, die VN berichteten. Den sogenannten Willkommensbonus von bis zu 6510 Euro gibt es bei der erstmaligen Gründung eines Wohnsitzes in Vorarlberg. Er richtet sich an ausgebildete Lehrer und Quereinsteiger. Das Land bezahlt einen Wohnungszuschuss von 180 Euro pro Monat für zwei Jahre. Zusätzlich gibt es einen Zuschuss für Heimfahrten oder das Klimaticket.