Eine Million Euro Förderung: Hier unterstützt Vorarlberg Projekte

Am Montag gab Katharina Wiesflecker bekannt, wer die Mittel im kommenden Jahr bekommt.
Bregenz Eine Million Euro nimmt das Land Vorarlberg heuer in die Hand, um weltweit humanitäre Hilfe zu leisten. Das Geld teilt sich dabei auf verschiedene Projekte von unterschiedlicher Größe auf. Im Rahmen einer Pressekonferenz gab Landesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) am Montag bekannt, welche Initiativen 2023 finanzielle Unterstützung erhalten.
Bis zu 50 Prozent des Budgets gehen nach Burkina Faso. Das Land im Inneren Westafrikas zählt zu den ärmsten der Welt. Schon seit Jahren hat Vorarlberg hier einen Schwerpunkt gelegt. Dass Burkina Faso ein Augenmerk auf erneuerbare Energien gerichtet hat, passt natürlich zum Know-how in Vorarlberg. Vor allem der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen soll vorangetrieben werden.

Drei Großprojekte unterstützt
Darüber hinaus werden jedes Jahr drei Großprojekte unterstützt. Sie dauern zwei, drei Jahre und werden mit maximal 100.000 Euro gefördert. Aktuell gibt es bereits neun Projekte in dieser Kategorie: acht in Afrika, eines in Bosnien. Nun kommen drei weitere hinzu.

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Die “Eine-Welt Gruppe” Schlins/Röns hat ein Projekt in Tansania. Ziel ist es, für die Dörfer Iyegeya und Lugolofu eine nachhaltige Trinkwasserversorgung zu gewährleisten. CARE Österreich unterstützt die Bildung und Möglichkeiten zum Lebensunterhalt für marginalisierte Mädchen in Nepal. Und Alexander Wostry startet mit seinem Team von “Nachhaltige Landwirtschaft Ostafrika” ein Projekt in der Umgebung des Mkingu-Naturwaldreservats in Tansania.

Globale Ziele im Blick
“Wir erarbeiten mit Bewohnern aus acht Dörfern Strategien gegen die Risiken des Klimawandels”, erklärte der Feldkircher auf der Pressekonferenz. Es sollen Pläne erstellt und anschließend umgesetzt werden. Am Ende sollen Tausende Menschen davon profitieren.
“Unsere Förderkriterien orientieren sich maßgeblich an den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung, Vorarlberg kann so seine besonderen Stärken und Erfahrungen in den Ländern des Globalen Südens einbringen”, sagte Wiesflecker. Die Landesregierung arbeite weiter daran, gemeinsam mit allen lokalen und internationalen Partnern einen Beitrag zu den 17 globalen Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung zu leisten und damit allen Menschen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Laut Wiesflecker liegen die Punkte Bildung, Reduzierung der Armut, Leben auf dem Land und Geschlechtergleichheit der Vorarlberger Regierung besonders am Herzen.