Streit um Funkenhexe mündet nun doch noch in juristischem Nachspiel

Privatanklage gegen Marina Hagen-Canaval wegen vermuteter Übler Nachrede eingebracht.
Vandans Der Obmann der Funkenzunft Vandans, Markus Pfefferkorn, hat Privatanklage gegen Marina Hagen-Canaval (27), Gesicht der “Letzten Generation” in Vorarlberg und bundesweit deren Pressesprecherin, eingebracht. Das bestätigte Pfefferkorn, nachdem die Klimaaktivisten mit einer Presseaussendung vorgeprescht waren, auf Anfrage der Vorarlberger Nachrichten: “Es stimmt.” Er wolle aber festhalten, dass das Vorgehen nichts mit der “Letzten Generation” an sich zu tun habe, sondern: “Es handelt sich um eine Privatanklage gegen eine Privatperson.” Für weitere Nachfragen verwies er auf seinen Rechtsanwalt.

Laut Presseaussendung ist eine Aussage von Hagen-Canaval unter einem Instagram-Posting des ORF Vorarlberg Auslöser für die Privatanklage wegen “Übler Nachrede” (§ 111 Strafgesetzbuch). In Bezugnahme auf eine abgesagte Gesprächsrunde bezüglich der Funkenhexe in Vandans verfasste Hagen-Canaval folgenden Kommentar: “Tja also wir hätten gerne geredet, aber mit potenziellen Straftätern ist es wohl nicht ganz so leicht (es gilt die Unschuldsvermutung).” Gegen diesen richte sich die Klage Pfefferkorns. In der Aussendung bestreitet Hagen-Canaval den Vorwurf mit einem Verweis auf die im Kommentar erwähnte Unschuldsvermutung: “Die Klage ist überflüssig und zerstörerisch. Pfefferkorn zeigt mangelnde Emotionskontrolle.” Sie solle zum Schweigen gebracht werden, “weil ich die offensichtliche Entgleisung bei der Funkenzunft Vandans angeprangert habe”, sagte Hagen-Canaval.
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Beim diesjährigen Funken in Vandans wurde die Hexe angelehnt an die Klebeaktionen der “Letzten Generation” mit Zöpfen, einer Warnweste und einer Tube Alleskleber versehen. Auf sozialen Medien veröffentlichte die Funkenzunft Fotos, versehen mit dem Kommentar: “Sie hat es verdient!” Die Gruppe “Letzte Generation” zeigte sich daraufhin empört, sah eine “Hexenjagd” und brachte eine Sachverhaltsdarstellung wegen Verhetzung und gefährlicher Drohung bei der Staatsanwaltschaft ein. Die Funkenzunft Vandans hatte in Medienberichten dagegen von “Satire” gesprochen. Die Staatsanwaltschaft sah keinen Anfangsverdacht und stellte die Ermittlungen ein.
Mit Material der Austria Presse Agentur (APA).