Hinter den Kulissen: Darum verweigert Arnulf Häfele dem Protokoll sein Okay

In Hohenems gibt es stets eine Gegenstimme. Das hat mit Dieter Egger zu tun.
Hohenems Auf jeder Tagesordnung einer Gemeindevertretungssitzung findet sich ein Beschluss, der in der Regel nur Formsache ist und einstimmig gefasst wird: Die Genehmigung des Protokolls der vorangegangenen Sitzung. In Hohenems jedoch gibt es hier stets eine Gegenstimme: Arnulf Häfele (77, Steinbruchgegner) gibt keinem Protokoll sein Okay.

Der Grund: Der SPÖ-Veteran will nicht akzeptieren, dass die Fraktion von Bürgermeister Dieter Egger (54) stets nur als „Liste Dieter Egger“ ohne Nennung der FPÖ in den Protokollen aufscheint. Deswegen hatte Häfele sogar schon eine Aufsichtsbeschwerde bei der BH Dornbirn eingereicht, war aber gescheitert. Eine besondere Spitze gegen Egger hatte er bei der jüngsten Sitzung am Dienstag noch im Gepäck: Das Jüdische Museum, berichtete Häfele, habe während der Emsiana eine schwarze Fahne hinausgehängt. Auf Nachfrage im Museum habe er erfahren, dass diese wegen der FP-Regierungsbeteiligung in Salzburg und Niederösterreich dort hänge. „Es gibt nur eine FPÖ, die Kickl-FPÖ“, zitierte er den FP-Bundesvorsitzenden Herbert Kickl (54). Das wolle er der Hohenemser FPÖ zu denken geben.