Hoher Andrang auf Förderung für Photovoltaik-Anlagen

Politik / 24.03.2023 • 16:20 Uhr
Für den Bau einer Photovoltaik-Anlage kann beim Bund um  eine Förderung angesucht werden. <span class="copyright">APA/Jäger</span>
Für den Bau einer Photovoltaik-Anlage kann beim Bund um eine Förderung angesucht werden. APA/Jäger

In Vorarlberg gibt es aber auch Kritik am Prozedere.

Bregenz Für die Förderung zur Errichtung von Photovolatikanlagen stehen 2023 insgesamt rund 600 Millionen Euro an Zuschüssen der Bundesregierung zur Verfügung. Am Donnerstag, 17 Uhr, startete der sogenannte erste Fördercall. Dabei geht es um mehr als 250 Millionen Euro. Der Andrang war gleich groß. Bei der staatlichen Förderstelle OeMAG gingen in den ersten fünf Minuten 58.184 Anträge ein. Binnen einer Stunde waren es über 100.000, wie die OeMAG mitteilte.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von APA Livecenter angezeigt.

“Ein guter Tag”

„Es ist ein guter Tag im Sinne der Energiewende. Denn umso mehr Förderungen ausgeschüttet werden, umso mehr Photovoltaikanlagen können installiert werden“, sagt die Energiesprecherin der ÖVP im Landtag, Christina Metzler. Gleichzeitig sieht sie aber noch Verbesserungspotenzial beim Prozedere. So seien die neuen Regeln für die Ausschüttungen der Förderungen erst vor einer Woche veröffentlicht, und auch der Termin kurzfristig verschoben worden, kritisiert Metzler. Außerdem handle es sich um eine nach wie vor komplexe Abwicklung.

ÖVP-Energiesprecherin Christina Metzler. <span class="copyright">VN/Hartinger</span>
ÖVP-Energiesprecherin Christina Metzler. VN/Hartinger

2022 sind in Vorarlberg Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von rund 30 Megawatt zugebaut worden, informierte Energielandesrat Daniel Zadra (Grüne). „Als entscheidender Turbo hat sich dabei das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz der Bundesregierung erwiesen, mit dessen Finanzmitteln der jährliche Zubau in Vorarlberg verdreifacht werden konnte.“ Die Leistung wurde von 81 MW im Jahr 2018 auf 162 MW 2022 gesteigert – hat sich also in vier Jahren verdoppelt. Die Gesamtleistung verteilt sich Zadra zufolge auf rund 11.200 Anlagen. Es werden etwa 162 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Das reiche, um etwa 46.000 Haushalte zu versorgen.

Energielandesrat Daniel Uadra (Grüne). <span class="copyright">VN/Hartinger</span>
Energielandesrat Daniel Uadra (Grüne). VN/Hartinger