“Vorarlberg hilft” für Vertriebene aus der Ukraine ein voller Erfolg

Politik / 23.02.2023 • 18:15 Uhr
Das Land zeigt sich von der Hilfsbereitschaft der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger begeistert, wie etwa von dieser Spendenaktion von Schülern. <span class="copyright">VN/Paulitsch</span>
Das Land zeigt sich von der Hilfsbereitschaft der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger begeistert, wie etwa von dieser Spendenaktion von Schülern. VN/Paulitsch

Die Vorarlberger Landesregierung zog zum Jahrestag des russischen Einmarsches in der Ukraine Bilanz.

Nüziders Nein, natürlich sei der Ort für den Medientermin nicht zufällig ausgesucht worden, betont ein Sprecher der Vorarlberger Landesregierung. Zum einen habe man im ehemaligen Gasthof “Krone” in Nüziders ganz einfach genügend Platz, zum anderen sei hier ein vorbildhaftes Quartier für Vertriebene aus der Ukraine geschaffen worden. Dieser Meinung ist auch der Bürgermeister, Peter Neier (ÖVP), der von einer gelungenen Integration in der Gemeinde berichtete, auch in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen: “Es ist natürlich für alle im Bildungswesen eine Herausforderung, aber zumindest bei uns klappt es derzeit sehr gut.”

"Vorarlberg hilft" für Vertriebene aus der Ukraine ein voller Erfolg
Caritasdirektor Walter Schmolly, Landeshauptmann Markus Wallner, Landesrat Christian Gantner und der Bürgermeister von Nüziders, Peter Neier, (v.l.n.r.) informierten über die aktuelle Situation. Land Vorarlberg/Bernd Hofmeister

Bisher wurden rund 2500 Vertriebene aus der Ukraine in die Grundversorgung aufgenommen, weil einige aber auch in privaten Unterkünften untergekommen sind, lässt sich nicht genau beziffern, wie viele Menschen wegen des Krieges nach Vorarlberg gekommen sind. Die Zahl der Personen in der Grundversorgung ist aber rückläufig, erklärt Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP): „Das ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Menschen in den Arbeitsprozess gekommen sind.“ Und Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) ergänzt: „Der Weg von der Grundversorgung in den Arbeitsmarkt und nicht in die Mindestsicherung ist für uns erfreulich: Das ist ein Schritt, den man sich nur wünschen kann.“ Über 1000 Personen hätten das bisher „geschafft“, was auch an einem sehr „aufnahmefähigen“ Arbeitsmarkt liege. In einem sehr geringen Ausmaß seien außerdem Rückreisen in die Ukraine bzw. Weiterreisen erfolgt, auch weil Vorarlberg nicht über eine große ukrainische Community verfügte.

Vorarlberg hilft: Spendenkonten

Caritas Vorarlberg – IBAN: AT32 3742 2000 0004 0006 – „Ukraine-Nothilfe“

Rotes Kreuz Vorarlberg – IBAN: AT84 3742 2000 0014 3248 – „Vorarlberg hilft” Ukraine

Erfreut zeigte sich der Caritasdirektor über die Hilfsbereitschaft der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger: „Vorarlberg hat mit seiner Hilfe für die Menschen in der Ukraine einen großen Akt der Solidarität geleistet“, erklärte Walter Schmolly. Das zeigt auch der aktuelle Zwischenstand der Aktion „Vorarlberg hilft“: Rotes Kreuz, Caritas Land Vorarlberg und Vorarlberger Nachrichten schlossen sich unter diesem Deckmantel zusammen, bisher wurden mehr als zwei Millionen Euro gesammelt.

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