Österreichs Klage gegen Ungarns AKW Paks II abgewiesen

Politik / 30.11.2022 • 10:00 Uhr
Das Kraftwerk wird neben dem bestehenden Kraftwerk Paks I errichtet. <span class="copyright">ATTILA KISBENEDEK / AFP</span>
Das Kraftwerk wird neben dem bestehenden Kraftwerk Paks I errichtet. ATTILA KISBENEDEK / AFP

Das Gericht der Europäischen Union hat die österreichische Klage (T-101/18) gegen staatliche Beihilfen Ungarns für zwei neue Kernreaktoren des Atomkraftwerks Paks abgewiesen.

Luxemburg Das gaben die Luxemburger Richter am Mittwoch bekannt. Österreich hatte u.a. geltend gemacht, dass ein Vergabeverfahren für Paks II hätte durchgeführt werden müssen und dass die Beihilfen zu unverhältnismäßigen Wettbewerbsverzerrungen führen. Die Bundesregierung kann gegen das Urteil rechtlich vorgehen.

Die EU-Kommission hatte im März 2017 Ungarn die Beihilfen für die Erweiterung des etwa 180 Kilometer von Österreich entfernten AKW genehmigt. Derzeit sind vier Reaktoren, die in den 1980er-Jahren gebaut wurden, auf dem Paks-I-Gelände in Betrieb. Finanziert wird der Ausbau um die zwei Reaktoren mit einer Leistung von je 1200 Megawatt hauptsächlich durch einen Kredit in der Höhe von umgerechnet zehn Milliarden Euro von Russland an Ungarn.

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