Walter Rosenkranz’ Wahlkampf: Eine glatte Sache

Politik / 17.09.2022 • 08:00 Uhr
 FPÖ-Chef Herbert Kickl (l.) und der Kandidat der FPÖ für das Amt des Bundespräsidenten, Walter Rosenkranz, im Rahmen der Präsentation der zweiten Plakatwelle am Mittwoch. <span class="copyright">APA/Roland Schlager</span>
 FPÖ-Chef Herbert Kickl (l.) und der Kandidat der FPÖ für das Amt des Bundespräsidenten, Walter Rosenkranz, im Rahmen der Präsentation der zweiten Plakatwelle am Mittwoch. APA/Roland Schlager

Der FPÖ-Kandidat griff für sein Wahlplakat in die Trickkiste des Photoshops.

Wien Augenringe, Falten, Rötungen oder gar Verschlankungen: Am Wahlplakat wollen alle perfekt aussehen. Die Photoshopkünste der Parteien sind dabei manchmal ähnlich gelungen wie in einer durchschnittlichen Frauenzeitschrift zu Sommerbeginn. Bei Wahlveranstaltungen „nahe am Volk“ kann die Überraschung groß sein, wie realitätsnah der Politiker bei näherer Betrachtung aussieht. „Einer wie wir“, mag sich da mancher Wähler denken.

Walter Rosenkranz' Wahlkampf: Eine glatte Sache
Walter Rosenkranz bei einem Termin im Juni. APA

Besonders spannend wird es jedoch, wenn politische Hintergründe retouchiert werden. So gesehen bei FPÖ-Bundespräsidentenkandidat Walter Rosenkranz. Denn das Gesicht wirkt besonders glatt. Eine dünne Narbe, die sich parallel zur Nasolabialfalte über die linke Wange zieht, ist verschwunden. Rosenkranz ist Mitglied der deutschnationalen und schlagenden Wiener Burschenschaft Libertas. In den Wahlkampf will er nun offenbar ohne Schmiss ziehen. Make-up und Photoshop sei Dank.