Rückkehr des Landeshauptmanns steht unmittelbar bevor

Markus Wallner soll seine Arbeit kommende Woche wieder aufnehmen.
Schwarzach Was sich bereits zu Beginn der Woche ankündigte, scheint nun schneller zu gehen, als ursprünglich angenommen.
Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) möchte nach seiner krankheitsbedingten Auszeit zurückkehren – der kommende Montag wird bereits angepeilt, wie die VN aus ÖVP-Kreisen erfuhren. Allerdings mit Vorbehalt: Es stünden noch letzte medizinische Abklärungen aus. In Wallners Büro will man das weder bestätigen noch dementieren. Es gelte nach wie vor, was Vize-ÖVP-Chefin und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher sowie Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink kommunizierten, heißt es dort: „Es geht Markus Wallner besser, aber der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist weiterhin reine Spekulation.“

ÖVP-Klubobmann Roland Frühstück will nichts dazu sagen. Nur so viel: „Ich bin froh, dass Markus Wallner wieder gut in Form und fit ist. Ihm geht es viel besser.“

Hinter den Kulissen scheint der Landeshauptmann bereits einen Gang zugelegt zu haben. Er telefoniere viel, bringe sich auf den neuesten Stand und arbeite intensiv an seiner Rückkehr, wird den VN geschildert. Am Montag nahm Wallner bereits an der halbjährlichen Klausur der Vorarlberger Volkspartei teil, die in Schloss Hofen in Lochau stattgefunden hat. Er habe sich vor allem über die aktuellen Themen des bevorstehenden Herbstes unterrichten lassen, berichten Teilnehmer der Sitzung hinterher.
Signal für Neubeginn

Am 22. Juni verabschiedete sich Wallner aufgrund hoher Belastung in eine mehrwöchige Auszeit, beteuerte aber, nach einigen Wochen wieder „mit voller Kraft“ in sein Amt zurückkehren zu wollen. Nun soll der Schulbeginn Signal für einen Neustart sein, heißt es im Hintergrund. Offenbar scheint die Entscheidung zur Rückkehr schon vor einer Woche gefallen zu sein. Eine Zeit lang sei dafür die Messeeröffnung im Gespräch gewesen, der Plan aber wieder verworfen worden.
Mit Wallners Rückkehr sind die Herausforderungen gewachsen: Teuerung und Energiekrise haben sich verschärft. Die Probleme der ÖVP selbst sind geblieben: Wirtschaftsbund und Verflechtungen in der Partei.
Birgit Entner-Gerhold, Gerold Riedmann, Magdalena Raos