3G statt Maske in der Nachtgastronomie?

Politik / 22.03.2022 • 14:30 Uhr
3G statt Maske in der Nachtgastronomie?
In den Clubs geht es derzeit wieder locker zu. Zumindest die 3G-Regel könnte bald wieder gelten – statt der Maskenpflicht in Innenräumen. APA/dpa/Sebastian Gollnow

Wie es mit den Corona-Regeln und der Quarantäne weitergehen könnte.

SCHWARZACH Anfang März durfte die Nachtgastronomie wieder ohne Corona-Beschränkungen öffnen. Doch nicht einmal einen Monat später könnte die Bundesregierung schon wieder nachschärfen. Im Gespräch ist derzeit die Rückkehr der 3G-Regel. Nur wer geimpft, genesen oder getestet ist, dürfte also feiern. Dafür könnte auf die FFP2-Maske verzichtet werden. Wie Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) nämlich vergangene Woche ankündigte, soll schon ab heute, Mittwoch, in Innenräumen prinzipiell wieder Maskenpflicht gelten. Die entsprechende Verordnung ließ am Dienstag noch auf sich warten. Aus der Sicht der Vorarlberger Nachtgastronomen Hannes Hagen und Thomas Krobath wäre die 3G-Alternative zur Maske aber eine gute Lösung. Kontrovers verläuft derzeit die Debatte über eine verkürzte Quarantäne.

Erhöhter Personalaufwand

Hagen (Soundevent, Conrad Sohm in Dornbirn) verweist auf 21 Konzerte ohne Sitzplätze, die in den kommenden zwei Monaten geplant seien. Müssten die Teilnehmer eine Maske tragen, wäre das ein Problem, ist sich der Veranstalter sicher. „Es ist also jede Lösung willkommen, damit wir die Veranstaltungen ohne Maskenpflicht durchführen können. Natürlich gäbe es einen erhöhten Personalaufwand mit der 3G-Regel, aber es wäre das kleinere Übel.“ Ähnlich äußert sich Thomas Krobath von der Vabrik in Röthis. „Ein Discobetrieb mit Maskenpflicht ist aus meiner Sicht unmöglich umzusetzen“, hält der Nachtgastronom fest. Sollte es andere Wege geben als 3G, nehme er das dankend an. Ohnehin dürften die meisten Jugendlichen am Smartphone über den grünen Pass verfügen. Deshalb werde die Kontrolle am Eingang gut umsetzbar sein, glaubt Krobath.

Ball bei Rauch

Auch eine verkürzte Quarantäne ist derzeit Diskussionsthema. Demnach könnten Menschen, die 48 Stunden symptomfrei sind, ab dem fünften Tag wieder arbeiten oder einkaufen gehen, müssten dabei allerdings eine Maske tragen. Gesundheitsminister Rauch hatte außerdem gelockerte Quarantäneregeln für Gesundheitspersonal angekündigt. Sowohl der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker als auch der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (beide SPÖ) kritisierten eine mögliche kürzere Quarantäne deutlich. Luger zufolge ist nach fünf Tagen nicht gesichert, dass Erkrankte ohne Symptome nicht mehr ansteckend sind. Für Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Österreich GmbH, braucht es hingegen eine „kluge Regelung“, die verschiedene Entscheidungswege zulasse, erklärte er auf Ö1. Dass die Quarantäne sogar komplett abgeschafft werden könnte, wollte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) zumindest nicht von vornherein ausschließen. Dies wäre „sehr gut, falls es medizinisch gerechtfertigt ist.“ Der Ball liege aber beim Gesundheitsministerium.