Mehr Truppen in Ukraine-Nähe

Politik / 21.12.2021 • 22:41 Uhr
Der Generalsekretär sprach von „immer mehr“ Streitkräften. AFP
Der Generalsekretär sprach von „immer mehr“ Streitkräften. AFP

Stoltenberg will Nato-Russland-Rat einberufen.

brüssel, moskau Nach Erkenntnissen der Nato setzt Russland seine Truppenbewegungen in Richtung der Ukraine unverändert fort. „Wir sehen, dass sie nach und nach immer mehr Streitkräfte – Artillerie, Kampftruppen, Kampfpanzer – in die Nähe der ukrainischen Grenze bringen“, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag in Brüssel. Um die angespannte Lage zu besprechen, kündigte Stoltenberg an, Anfang 2022 eine Sitzung des Nato-Russland-Rates einberufen zu wollen. Unklar blieb, ob Moskau überhaupt zu neuen Beratungen in dem Dialogformat bereit ist. Kremlchef Wladimir Putin erhob unterdessen schwere Vorwürfe gegen die USA. Die Vereinigten Staaten betrachteten sich als Sieger des Kalten Krieges und hätten in ihrer Euphorie politische Fehlentscheidungen getroffen, sagte Putin vor Militärvertretern. Dabei bezog er sich auf die Nato-Ost-Erweiterung und das Ende von Abkommen zur Rüstungskontrolle.