Vorarlberg verschärft: Ab Freitag gilt überall FFP2-Maskenpflicht

Vom Arbeitsplatz bis zu Veranstaltungen: Jetzt kommen auch in Vorarlberg schärfere Maßnahmen.
Wien Der Lockdown für Ungeimpfte ist noch nicht einmal 24 Stunden in Kraft, schon hat die Landesregierung am Montag die nächste Verschärfung fixiert.
Die FFP2-Maskenpflicht wird ab Freitag in ganz Vorarlberg ausgeweitet, kündigt Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) im VN-Gespräch an. “Die Maske wird in der Bevölkerung als Schutz sehr gut akzeptiert. Wenn wir mit der FFP2-Maskenpflicht in die Breite gehen, orte ich also ein deutlich höheres Verständnis als für viele andere Maßnahmen”, begründet er. Die von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) angedachte nächtliche Ausgangssperre lehnt Wallner etwa ab. “Stand der Diskussion ist, dass keiner der neun Landeshauptleute nächtliche Verschärfungen möchte.” Das käme einem Generallockdown schon sehr nahe, den natürlich niemand wolle.

Maskenpflicht fast überall
So setzt die Landesregierung vorerst bei der FFP2-Maskenpflicht an. Sie gilt ab Freitag in allen öffentlichen Innenräumen. Auch am Arbeitsplatz wird die Maske wieder Einzug halten. Zum einen kehrt sie überall zurück, wo Kundenkontakt besteht, das heißt für alle Mitarbeiter im Handel, der Gastro und bei körpernahen Dienstleistern. Zum anderen wird es auch bei Kontakt zwischen den Mitarbeitern wieder den Griff zur Maske brauchen. Details, welche Schutzvorrichtungen alternativ angebracht werden könnten, würden noch verhandelt, sagt der Landeshauptmann. Eine Unterscheidung zwischen Geimpften und Ungeimpften gebe es bei der FFP2-Maskenpflicht nicht.

Maske im Freien
Auch Veranstaltungen werden von den strikteren Regeln nicht verschont. Die 2G-Regel bleibt, zusätzlich muss das Publikum etwa bei Konzerten oder Theateraufführungen wieder eine FFP2-Maske tragen. Gleiches gilt in der Gastro, sobald der Sitzplatz verlassen wird. Im Freien herrsche Maskenpflicht, wenn größere Gruppen zusammenkommen, erläutert Wallner. An den Details der entsprechenden Verordnung wurde am Montagabend noch gefeilt.
Veranstaltungsregeln in Prüfung
Die breitere Maskenpflicht wird allerdings nicht die letzte Verschärfung gewesen sein. “Wenn sich die Lage nicht stabilisiert, werden wir auch im Veranstaltungsbereich weitere Schritte setzen müssen”, sagt der Landeshauptmann. “Ich habe dazu eine interne Prüfung angeordnet.” Es gehe unter anderem um die Fragen, ob es Kapazitätsbegrenzungen brauche oder nur noch Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen zugelassen werden.

Warnung vor Lockdown
Alles, was in Richtung Lockdown gehe, lehnt Wallner aber ab: „Wir sollten nicht gleich in Lockdown-Geschrei verfallen”, wenngleich Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein sehr stark in diese Richtung treibe. Der Landeshauptmann warnt vor diesem Schritt, “vor allem deswegen, weil wir von den Geimpften eine Auffrischungsimpfung verlangen müssen. Das muss man bei allen Entscheidungen im Auge behalten.” Er befürchtet, dass die Impfbereitschaft nachlassen würde, sobald Geimpfte zu stark von den Maßnahmen betroffen sind. “Dann haben wir die nächste Infektionswelle gleich wieder zu Beginn des kommenden Jahres.”