Spitäler rücken der systemkritischen Grenze näher

Zahl der Covid-19-Patienten wird deutlich steigen.
Wien Mit den Infektionszahlen steigt die Zahl der Covid-19-Patienten in den Spitälern. In Oberösterreich und Niederösterreich wird die systemkritische Grenze in zwei Wochen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erreicht. Das geschieht, wenn Covid-19-Patienten ein Drittel aller verfügbaren Intensivbetten belegen. Auch in Salzburg und Vorarlberg spitzt sich die Lage laut Prognosekonsortium zu.
Das Konsortium erstellt für das Gesundheitsressort regelmäßig eine Kapazitätsvorschau zur Auslastung der Intensivstationen und berechnet, mit welcher Wahrscheinlichkeit die systemkritische Grenze überschritten wird. In Oberösterreich und Niederösterreich passiert das bis 24. November mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 bzw. 84 Prozent, in Vorarlberg und Salzburg von jeweils 65 Prozent.
Gesundheitsexperte Armin Fidler ist vor allem aufgrund der Neuinfektionen in Oberösterreich alarmiert. Die Zahl war am Mittwoch höher als auf der gesamten iberischen Halbinsel. “Somit wissen wir, dass wir ein Problem bekommen”, sagt er. Ein kleiner Teil der Infizierten lande am Ende auf den Intensivstationen. Fidler warnt allerdings auch davor, dass sich die Normalstationen füllen. Dort werden derzeit rund 1800 Personen betreut. In zwei Wochen könnten es laut Prognosekonsortium 3200 sein.
Covid-19-Intensivpatienten
420 Covid-19-Patienten werden derzeit auf den Intensivstationen gezählt. Sie belegen 20 Prozent aller verfügbaren Betten. Die kritische Grenze ist mit 702 Patienten erreicht.
10 Covid-19-Patienten werden derzeit in Vorarlberg auf der Intensivstation behandelt, zwei davon sind geimpft. Die systemkritische Grenze liegt bei 23 Patienten.