Usbekistan stellt humanitären Korridor in Aussicht
taschkent „Hilfe vor Ort“, lautet ein Schlagwort der österreichischen türkis-grünen Bundesregierung, wenn es um Afghanistan geht. Usbekistan stellt nun einen humanitären Korridor in Aussicht, um diese Hilfe in das Nachbarland zu bringen. Das erklärte Außenminister Abdulasis Kamilow am Montag nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Michael Linhart (ÖVP) in der Hauptstadt Taschkent. Dieser Korridor soll die Hilfsgüter über die Stadt Termes im Süden Usbekistans nach Afghanistan bringen. „Wir wissen, dass die Lage in Afghanistan schwierig ist und wollen eine innere Eskalation vermeiden“, stellte Kamilow fest. Usbekistan sei ein ganz wichtiger Partner im Rahmen der zentralasiatischen Staaten, die einen Sicherheitsring rund um Afghanistan bilden würden, bekräftigte Linhart. Ziel sei der gemeinsame Kampf gegen Terrorismus, Organisierte Kriminalität und Menschenhandel. Usbekistan ist mit 35 Millionen Einwohnern das größte und einflussreichste Land in der Region rund um Afghanistan.