Corona-Ampel: Rote Karte für Vorarlberg

Auch die Modellregion bei den Schulen ist vorerst wieder Geschichte.
bregenz, wien Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie sind in Österreich längst wieder zum Fleckerlteppich geworden. Der Bund bietet bekanntlich nur das Mindestmaß an Vorschriften, die einzuhalten sind. Gleich vier Bundesländer haben schon weitergehende Regeln etabliert, andere könnten dem Vernehmen nach folgen. Einzig das Burgenland und Vorarlberg dürften wohl beim Minimum an Vorschriften bleiben. Aus dem Büro von Landeshauptmann Markus Wallner wurde dieses Vorgehen jedenfalls den VN bestätigt. Die Begründungen: Die Intensivkapazitäten sind nach wie vor nicht stark belastet, und auch die Prognose deutet nicht auf eine Verschlechterung hin. Vor diesem Hintergrund seien aktuell keine weiteren Maßnahmen geplant. Mehr gebe es dazu derzeit nicht zu sagen, lautete die knapp gehaltene Antwort.
Risikostufe 2
Daran ändert auch der nicht gänzlich unerwartet gekommene Umstand nichts, dass die Ampel in den meisten Bundesländern, darunter eben auch Vorarlberg, wieder rot leuchtet. Ausgenommen sind nur noch Wien und das Burgenland. Das heißt, in den anderen Bundesländern herrscht ein sehr hohes Infektionsrisiko. Dieses lässt sich unschwer auch an den täglichen Neuinfektionen ablesen, die am Donnerstag einmal mehr auf über 4000 gestiegen sind. Vorarlberg folgt einem ähnlichen Trend. Auch hier gibt es keine Anzeichen einer Besserung. Bis Donnerstagnachmittag kamen weitere 258 Neuinfektionen hinzu. Damit sind aktuell 1519 Personen als aktiv positiv ausgewiesen. Ebenfalls nach oben ging die Zahl der Covidpatienten in den Krankenhäusern. Es sind jetzt 28, davon befinden sich zwei in Intensivbehandlung.
Wie schon länger vermutet, griff die Kommission auch bei den Risikostufen für die Schulen ein. Die nunmehr vormalige Testregion Vorarlberg findet sich wieder in der Stufe 2, womit nach den Herbstferien wieder regelmäßig an den Bildungsstätten getestet werden muss. Auch das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes außerhalb von Klassen- und Gruppenräumen kehrt damit zurück. „Weiterhin keine Testpflicht gilt für jene im Schulbetrieb, die geimpft bzw. genesen sind“, informierte Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink. Drei Wochen lang hat an Vorarlbergs Schulen die niedrigste Risikostufe 1 gegolten. Damit ist wegen der aktuellen Infektionsentwicklung vorerst jedoch Schluss. „Es geht um den Schutz und die Sicherheit aller im Schulbetrieb“, stellte die Bildungsreferentin klar.
Risikoanalyse verpflichtend
Elternabende dürfen laut Schöbi-Fink weiter in Präsenz, aber nur mit Maskenpflicht und 3-G-Nachweis abgehalten werden. Schulveranstaltungen wie Wandertage, aber auch mehrtägige Exkursionen sind ebenfalls erlaubt. Eine Risikoanalyse ist jedoch verpflichtend. „Mit den klaren Handlungsanweisungen schaffen wir die notwendige Sicherheit, damit unsere Schulen weiterhin sicher und geöffnet bleiben können.
Ausschlaggebend für die Färbung ist bekanntlich die Risikozahl. Ab der Marke 100 gilt ein sehr hohes Risiko, und das hat Vorarlberg erreicht.