Hinter den Kulissen: Wenig Rückhalt für Staudinger und Hopfner

Politik / 23.10.2021 • 17:00 Uhr
Hinter den Kulissen: Wenig Rückhalt für Staudinger und Hopfner
Ex-Landesparteichef Martin Staudinger (l.) und Klubchef Thomas Hopfner wurden beim jüngsten Landesparteitag der Sozialdemokraten regelrecht abgestraft. VN

Politik, Personen und Parteien: Die VN beleuchten in ihrer wöchentlichen Rubrik Hintergründe.

Bregenz Vorarlbergs Sozialdemokraten dürften sich im Parteistreit um die sogenannte Abhöraffäre und die Wahl eines neuen Parteichefs für eine Seite entschieden haben. Zumindest scheint die Basis am Parteitag das eigentliche neue Führungsduo abgestraft zu haben. Gabriele Sprickler-Falschlunger (65, SP) wurde bekanntlich mit überwältigender Mehrheit gegen Thomas Hopfner (56, SP) abermals zur Parteivorsitzenden gewählt. Hopfner war Favorit des bis zum Parteitag amtierenden Landesparteichefs Martin Staudinger (42, SP). Hopfner und Staudinger mussten an diesem Tag allerdings noch mehr Niederlagen einstecken. Für das fünfköpfige Parteipräsidium kandidierten sieben Personen. 69 Prozent aller Delegierten strichen Hopfner von der Liste, 61 Prozent Staudinger; wobei Staudinger vor der Abstimmung durchblicken ließ, dass er ohnehin keine Lust mehr habe. Auch bei der Wahl in den Parteivorstand schnitten die Vertreter des Staudinger-Flügels am schlechtesten ab. Hopfner holte 72 Prozent, Staudinger 76 Prozent und der Wolfurter Michael Pompl (41, SP) 78 Prozent. Alle anderen schafften über 90 Prozent. Für den Einzug reichte es jedoch, da braucht es nur eine einfache Mehrheit. Zumindest dieser kleine Erfolg war den beiden beschieden.