Kurz sucht in den Bundesländern das Gespräch

Ex-Kanzler und Parteiobmann will sich mit Funktionären und Mitgliedern austauschen.
Wien Die Korruptionsaffäre setzt der ÖVP zu. In den Umfragen stürzt sie auf deutlich unter 30 Prozent ab. Auch innerhalb der Partei werden die kritischen Stimmen lauter, wie ein VN-Rundruf unter ÖVP-Funktionären in Vorarlberg zuletzt verdeutlichte. Als vertrauensbildende Maßnahme plant Bundesparteiobmann Sebastian Kurz daher vermehrt in die Bundesländer zu reisen. Als Tour will man das in der Parteizentrale allerdings nicht bezeichnet wissen. Die Eckpunkte seien noch in Planung. Es gehe aber primär darum, mit Funktionären und Mitgliedern zu reden: “Das ist die Idee, dass man das Gespräch sucht”, heißt es auf VN-Anfrage.
Gerüchte, wonach Landeshauptmann Markus Wallner nicht rechtzeitig über den Rücktritt informiert wurde, zerstreut man in Wien. Kurz habe zuerst mit den Regierungsmitgliedern gesprochen und später im virtuell abgehaltenen Parteivorstand. Auch das Büro des Landeshauptmannes bestätigt diese Version. Keine Informationen erhielt Wallner dem Vernehmen nach aber am Tag zuvor – über jene kurzfristig einberufene Pressekonferenz, in der Kurz einmal mehr beteuerte, unschuldig zu sein und im Amt bleiben zu wollen.