Union holt auf, die SPD bleibt vorne

Beliebtheitswerte von CDU/CSU-Kandidat Laschet bleiben überschaubar.
Berlin Rund zwei Wochen vor der Bundestagswahl in Deutschland hat die Union in einer neuen Umfrage etwas Boden gut gemacht. Im RTL/ntv-Trendbarometer kommen CDU und CSU demnach auf 21 Prozent, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten des Forsa-Instituts hervorgeht. Das sind zwei Punkte mehr als in der Vorwoche. Die SPD bleibt mit 25 Prozent stabil auf Platz eins. Auch die anderen Parteien verändern ihre Werte nicht – mit Ausnahme der FDP, die zwei Punkte verliert und mit elf Prozent gleichauf mit der AfD liegt. Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, könnten die Grünen laut Umfrage mit 17 Prozent rechnen, die Linke mit sechs. Die sonstigen kleineren Parteien erreichen zusammen neun Prozent. Jeder Vierte hat sich allerdings noch nicht entschieden, wen er wählt – oder will gar nicht wählen.
Möglich wären nach derzeitigem Stand mehrere Koalitionen, etwa mit SPD, Union und FDP, ein Bündnis aus SPD, Grünen und FDP, eine schwarz-grün-gelbe Koalition oder Rot-Grün-Rot. Auch eine erneute Koalition aus SPD und CDU/CSU, diesmal mit der SPD als stärkster Kraft, hätte wieder eine Mehrheit.
In der Kanzlerfrage schneidet Unionskandidat Armin Laschet mit elf Prozent zwar immer noch schwächer ab, als seine Kontrahenten von SPD und Grünen, legt aber zu. Gäbe es die Möglichkeit, würde SPD-Kandidat Olaf Scholz von 30 Prozent direkt gewählt, Annalena Baerbock (Grüne) von 15 Prozent.