Ruf nach geordneter Rettung

Politik / 10.09.2021 • 21:27 Uhr
Leben für Flüchtlinge offenbar weiterhin menschenunwürdig. AFP
Leben für Flüchtlinge offenbar weiterhin menschenunwürdig. AFP

Flüchtlingssituation in Griechenland weiter „inakzeptabel“.

Wien Anlässlich des ersten Jahrestags des Brands von Moria forderten Vertreter der Zivilgesellschaft und österreichische EU-Parlamentarier ein europaweites Vorgehen zur Rettung von Geflüchteten aus den Lagern an den EU-Außengrenzen sowie aus Afghanistan. „Ein Jahr nach dem Brand von Moria müssen die Menschen in den Elendslagern auf europäischem Boden endlich eine Perspektive bekommen. Das kann nur zusammen gelingen“, so Katharina Stemberger, Vorsitzende der Initiative „Courage – Mut zur Menschlichkeit“. Klaus Schwertner, geschäftsführender Caritasdirektor der Erzdiözese Wien, beschrieb die Situation in den Lagern. Aufnahmebereitschaft von einigen EU-Ländern sowie Abschottung durch Grenzmauern und illegale Pushbacks führten zu „der niedrigsten Anzahl an Menschen in den Camps, seit deren Eröffnung“, was jedoch nichts an den Zuständen und der Versorgung der Verbliebenen verbessert habe. Aktuell befinden sich rund 6000 Menschen in den Lagern auf Lesbos, Chios und Samos. „Dass Männer, Frauen und Kinder weiterhin im Dreck vegetieren müssen, ist inakzeptabel.“