Corona-Inzidenz: Lindau behält die Kontrolle

Politik / 15.06.2021 • 19:30 Uhr
Die Stadt Wien geht davon aus, dass selbst bei Durchimpfung von 80 Prozent der Bevölkerung mit einer weiteren Welle nach dem Sommer zu rechnen ist. <span class="copyright">DPA</span>
Die Stadt Wien geht davon aus, dass selbst bei Durchimpfung von 80 Prozent der Bevölkerung mit einer weiteren Welle nach dem Sommer zu rechnen ist. DPA

Infektionsgeschehen im deutschen Landkreis hat sich auf hohem Niveau stabilisiert.

Schwarzach Alles in allem lässt das Infektionsgeschehen im Bodenseeraum nach. Zum Teil sogar stark: In Vorarlberg war die Inzidenz bestätigter Fälle pro 100.000 Einwohner und sieben Tage am Dienstag mit 23 nur noch halb so hoch wie vor einer Woche. Ähnlich entwickelte sie sich auch im eidgenössischen Kanton St. Gallen und in Liechtenstein. Einzig der deutsche Landkreis Lindau verzeichnete vorübergehend einen Anstieg. Hier hat sich die Inzidenz bis zum Wochenende auf 76 verdoppelt. Seither geht sie leicht zurück und beläuft sich nun auf 70. Die Lagebeurteilung des Landkreises scheint sich damit zu bestätigen: Das Geschehen sei nicht diffus, sondern beschränke sich auf kontrollierbare Cluster in Asylunterkünften und Familienverbänden. Einzelfälle an Schulen habe man frühzeitig isolieren können. Dennoch zählt Lindau weiterhin zu den Landkreisen mit der höchsten Inzidenz in ganz Deutschland.

Corona-Inzidenz: Lindau behält die Kontrolle

In Deutschland beträgt sie insgesamt nur noch 16, in der Schweiz 25 und in Österreich 17. Hoffnungen auf Normalität werden jedoch getrübt: Immer öfter wird die „Delta“-Variante nachgewiesen, die in Indien erstmals festgestellt wurde und ansteckender ist. In Wien, wo die Inzidenz bei rund 30 stagniert, handelt es sich bereits um 22 Fälle. Das klingt nach wenig, in einer Risikoeinschätzung geht die Stadt jedoch davon aus, dass selbst bei Durchimpfung von 80 Prozent der Bevölkerung mit einer weiteren Welle nach dem Sommer zu rechnen ist; sie könnte auch wieder zu mehr Intensivpatienten führen.