Ansturm auf Handysignatur

Rekorde bei Nutzerzahlen. Großes Interesse auch in Vorarlberg.
WIEN Der Handysignatur steht ein Rekordsommer bevor. Denn sie ist der Schlüssel zum Grünen Pass, der Geimpften, Getesteten und Genesenen ab Juli nahezu freizügiges Reisen in EU- und EWR-Staaten sowie in die Schweiz ermöglichen soll. Auch in Vorarlberg macht sich steigendes Interesse bemerkbar, wie ein VN-Rundruf bei den Anlaufstellen zeigt. So kann die Signatur nicht nur über FinanzOnline oder das Online-Benutzerkonto der Post aktiviert werden, sondern auch persönlich vor Ort. Dies ist in den Gemeinde- und Stadtämtern, den Servicestellen der ÖGK und BVA sowie diversen Bankfilialen möglich.
In Kürze wird die Handysignatur die Marke von zwei Millionen aktiven Nutzerinnen und Nutzern knacken, berichtet Jennifer Davis, Sprecherin der Firma A-Trust, welche die Handysignatur anbietet. “Im April wurden beinahe 70.000 Handy-Signaturen aktiviert, der Mai brach mit über 170.000 sämtliche Rekorde. Der Juni wird die Rekordmarke weiter überschreiten.” Alleine in der ersten Juniwoche seien mehr als 100.000 neue Signaturen ausgestellt worden.
In der ÖGK wird den VN von einer deutlichen Zunahme der Anfragen zur Handysignatur berichtet. Die Zahl wachse seit drei Wochen rasant. Waren es in den Vorarlberger Servicestellen bislang rund zehn pro Tag, sind es laut ÖGK-Sprecherin nun bis zu 130. In der BVA erzählt eine Mitarbeiterin von einer überschaubaren Steigerung. In der Dornbirner Sparkasse ist die Zunahme deutlicher: “Üblicherweise hatten wir fünf bis zehn Handysignatur-Aktivierungen pro Monat. Im Moment sind es etwa 50 pro Woche”, heißt es dort auf VN-Anfrage. Aktivierungen sind in den meisten Filialen der Sparkasse, Volks- und Raiffeisenbanken möglich. Auch die Gemeinden berichten von vermehrten Anfragen, heißt es im Gemeindeverband. Dort hofft man allerdings, dass der große Andrang ausbleiben wird. Dieser brächte vor allem kleine Kommunen personell an ihre Grenzen. Und die Coronakrise habe den Gemeinden ohnehin schon vieles abverlangt.