Jugendimpfungen noch vor den Ferien

Politik / 21.05.2021 • 05:30 Uhr
Jugendimpfungen noch vor den Ferien
Die Impfaktion für die Zwölf- bis 16-Jährigen soll noch vor dem Sommer in den Impfstraßen starten. VN/STEURER

Zwölf- bis 16-Jährige bald an der Reihe. Spätere Sperrstunde in Sicht.

Wien Einst stellte die Bundesregierung den 1. Juli als Datum für die nächsten Lockerungen in Aussicht. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) dauert das allerdings zu lange, wie er nach der Landeshauptleutekonferenz am Donnerstag im Ausseerland erklärt. Im Juni sollten nächste Schritte möglich sein, glaubt Wallner. Er denkt unter anderem an eine spätere Sperrstunde und an großzügigere Veranstaltungsgrößen. Außerdem soll die Registrierungspflicht bei der Einreise nach Österreich kippen, fordern alle Landeshauptleute. Was die Impfung von Kindern und Jugendlichen anbelangt, ist Wallner überzeugt, dass noch vor dem Sommer zahlreiche Zwölf- bis 16-Jährige ihre erste Spritze erhalten. Er appelliert an alle, sich auf der Impfplattform vormerken zu lassen.

Jugendimpfung naht

Die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für die Gruppe der Zwölf- bis 16-Jährigen steht auf EU-Ebene kurz bevor. Folgt eine Empfehlung des Impfgremiums kann losgelegt werden. An Schulimpfungen ist aber nicht gedacht. “Wir machen lieber bei den Impfstraßen weiter. Da sind wir organisatorisch am besten aufgestellt”, hält Wallner fest. “Vor den Sommerferien werden wir die Jugendlichen intensiver einladen.” Ziel sei es, schon in der zweiten Junihälfte möglichst viele Zwölf- bis 16-Jährige zu impfen. “Bis zum Schulschluss bleiben die Impfstraßen auf jeden Fall offen. Über den Sommer wollen wir mehr in den niedergelassen Bereich gehen und im Herbst die Impfstraßen wieder hochfahren, wenn die dritte Teilimpfung ansteht.” Diese würden wohl alle brauchen.

“Festspiele finden statt”

Im Juni hofft Wallner auf weitere Öffnungsschritte. “Wir haben es trotz der ersten Lockerungen im März geschafft, die Infektionswelle zu brechen.” Eine Sperrstunde um 24 Uhr sollte jedenfalls machbar sein, ebenso eine Ausweitung bei den Veranstaltungsgrößen, sagt der Landeshauptmann. Das sei alleine auf Grund der Bregenzer Festspiele nötig. “Ein zweites Mal werden sie sicher nicht abgesagt.” 

Gegen Registrierung

Einig sind sich die Landeshauptleute bei der Registrierungspflicht. Diese müsse bei der Einreise nach Österreich fallen. Wer über den Landweg komme, solle keine Pre-Travel-Clearance mehr ausfüllen müssen. “Bei uns im Grenzraum wird das von Tag zu Tag unnötiger. Es macht keinen Sinn mehr, schon gar nicht täglich, wenn man sich für jeden Kaffee, den man in Lindau trinken möchte, registrieren muss”, sagt Wallner. Die Registrierungspflicht solle nur für Flugreisende aufrecht bleiben.