Einzelne Straßen könnten mit Testpflicht belegt werden

Landesrat Gantner erklärt, wie hyperlokale Ausreisetests in Ausreißergemeinden funktionieren sollen.
Bregenz Die Landesregierung hat im Leiblachtal gesehen was möglich ist: Absperren, Testen, Infektionszahlen senken. Das hat funktioniert und könnte seine Wiederholung finden. So sind Ausreistests auch für einzelne Straßen oder Siedlungen angedacht, wo das Infektionsgeschehen besonders kritisch scheint. Das Konzept dazu liegt in der Schulblade von Landesrat Christian Gantner (ÖVP). Entscheidungsbasis ist ein neues EDV-System, mit dem er die Hotspots auf den Straßenzug genau identifizieren kann. “Wir können wie in eine Landkarte reinzoomen.” Derzeit sieht Gantner noch keine Notwendigkeit, auf die Möglichkeit dieser hyperlokalen Ausreisetests zurückzugreifen. “Wir sind aber vorbereitet.”
Einfachere Absperrung
Wie das alles funktionieren soll? Es könnte etwa ein Straßenzug oder eine Siedlung abgesperrt werden. Bei einer Straße sei das wesentlich leichter, als in einem ganzen Tal. So wäre eine Seite fix zugesperrt werden, auf der anderen Seite würde jemand positioniert. Die Testmöglichkeiten im Sperrgebiet böte eine mobile Einheit. Es käme ein größerer Testbus zum Einsatz, “mit deutlich mehr Kapazität, als es die aktuellen Testbusse bieten können”, sagt Gantner. Mindestens zwei Testplätze sollten vorhanden sein. Mehrere Personen wären im Einsatz, auch an den Straßen- oder Siedlungsgrenzen bräuchte es Personal. Der Bus könnte eine Woche stehen.
Gewillt zu handeln
Der Landesrat schließt nicht aus, auch einzelne Ortsteile mit einer Ausreistestpflicht zu belegen, sofern es das Infektionsgeschehen erforderlich macht. Dann würde zum Testen anstelle eines Busses aber ein Raum in dem betroffenen Gebiet gesucht. Mit der schnellen Reaktion im Leiblachtal habe man Schlimmeres verhindert. Die Landesregierung sei gewillt, das wieder zu tun.