Katerstimmung bei Union nach Wahldebakel

Politik / 15.03.2021 • 23:00 Uhr
Laschet rief seine Partei  zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf. reuters
Laschet rief seine Partei  zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf. reuters

Vorläufige Ergebnisse aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz liegen vor.

berlin Nach den Wahlen in den deutschen Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz herrscht bei den Christdemokraten Katerstimmung: CDU-Chef Armin Laschet rief seine Partei nach dem Wahldebakel am Sonntag zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung vor der im September anstehenden Bundestagswahl auf. Es sei nicht gottgegeben, dass die CDU den Bundeskanzler stelle, sagte er nach Informationen der dpa in einer digitalen Vorstandssitzung seiner Partei. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder meinte am Montag in München: „Die Wahlen gestern waren ein schwerer Schlag in das Herz der Union.“ Die Niederlage im ehemaligen CDU-Stammland Baden-Württemberg tue ganz besonders weh.

An ihrem Zeitplan für die Bestimmung der Kanzlerkandidatur wollen CDU/CSU festhalten. Die Entscheidung soll zwischen Ostern und Pfingsten fallen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) tritt nicht mehr an. Nach dem vorläufigen Ergebnis errangen die Grünen in Baden-Württemberg mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann 32,6 Prozent (2016: 30,3). Die mitregierende CDU stürzte auf 24,1 Prozent (27,0). Die SPD landete bei elf Prozent (12,7), die FDP bei 10,5 (8,3) und die AfD bei 9,7 Prozent (15,1). In Rheinland-Pfalz gewann die SPD mit Regierungschefin Malu Dreyer 35,7 Prozent der Stimmen (2016: 36,2). Die CDU rutschte auf 27,7 Prozent (31,8). Es folgten Grüne mit 9,3 Prozent (5,3), AfD mit 8,3 (12,6) und die FDP mit 5,5 Prozent (6,2). Neu in den Landtag einziehen werden die Freien Wähler mit 5,4 Prozent (2,2).