Die nächste Altersgruppe ist in Vorarlberg beim Impfen an der Reihe

10.500 Dosen für Erstimpfungen. Lösung für 24-Stunden-Betreuerinnen.
Schwarzach Auf Tausende Impfungen folgen die nächsten. Nachdem das Personal in den Impfzentren vergangenes Wochenende zu mehr als 10.500 Stichen ansetzte, sollen diese Woche 12.750 weitere folgen. Das Land gehe dem Impfplan entsprechend vor, heißt es auf VN-Anfrage. Daher komme nun die Gruppe der 65- bis 79-Jährigen abgestuft nach Alter und Risiko zum Zug. Auch für die 24-Stunden-Betreuerinnen gibt es eine Lösung. Die ersten haben bereits eine Impfung erhalten.
Gleiches gilt für den 74-jährigen Günter Wild und seine 80-jährige Ehefrau. Sie können sich mittlerweile über ihre Impfung freuen. Beide sind Risikopatienten und warteten verzweifelt auf den ersten Stich. Wild beschwerte sich vor zwei Wochen gegenüber den VN über die lange Wartezeit. Am Montag meldete der Bregenzer sich erneut, um nahezu euphorisch von seiner Impfung zu berichten. “Es war wirklich hervorragend organisiert. Im Impfzentrum ist alles sehr schnell gegangen.” Der zweite Impftermin in drei Wochen stehe schon fest.
10.500 Erstimpfungen
Diese Woche erhalten rund 2000 Personen die zweite Dosis von Biontech/Pfizer und 250 von Moderna. Daneben finden 10.500 Erstimpfungen statt, 3000 mit Biontech/Pfizer und 7500 mit AstraZeneca.
Mehr als 104.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger haben sich für eine Impfung vorgemerkt, kamen bislang aber noch nicht zum Zug. 577 von ihnen sind über 80 Jahre, 13.889 zwischen 71 und 80 und 22.212 zwischen 61 und 70. Über 10.400 sind als Risikogruppe registriert.
Laut Landespressestelle werden nun alle Über-65-Jährigen abgestuft nach Alter und Risiko geimpft. Außerdem würden die Impfungen beim Gesundheitspersonal fortgesetzt, ebenso bei anderen Kräften, etwa in der Kinderbetreuung.
Auch die 24-Stunden-Betreuerinnen sind nach und nach mit Impfen an der Reihe. Man habe sich auf eine Vorgehensweise verständigt, bestätigt die Geschäftsführerin des Betreuungspools, Waltraud Bilgeri, den VN. Demnach erhalten die 24-Stunden-Betreuerinnen einen personenbezogenen Code, mit dem sie sich auf der Vormerkplattform des Landes registrieren lassen können. “Innerhalb weniger Tage bekommen die Frauen dann Vorschläge für einen Impftermin”, führt Bilgeri aus. Sollte dieser aufgrund des turnusmäßigen Wechsels nicht halten, besteht die Möglichkeit, über die Impfhotline 1450 einen neuen Termin zu vereinbaren. Laut Bilgeri bietet der Impfstoff von AstraZeneca mit zwölf Wochen bis zur Zweitimpfung ausreichend zeitlichen Spielraum.
Birgit Entner-Gerhold, Marlies Mohr