Pendler hoffen auf Erleichterungen

Politik / 26.02.2021 • 17:30 Uhr
Pendler hoffen auf Erleichterungen
In Bayern gilt die Testpflicht nicht mehr, in Vorarlberg schon.  VN/SAMS

In der Region hat Vorarlberg die strengsten Regeln.

bregenz Berufspendler müssen wöchentlich zum Coronatest. Was in Österreich seit Februar gilt, war bisher auch in Bayern Pflicht. Das hat sich geändert. Nach einem Beschluss des bayerischen Verwaltungsgerichtshofes hat die Regierung des Freistaats die Regel aufgehoben. Ein Betroffener aus dem Raum Lindau klagte erfolgreich dagegen. In Österreich gilt die Testpflicht für jeden, der wegen dem Beruf, der Ausbildung, der Familie oder dem Partner mindestens einmal im Monat über die Grenze fährt. Da die Schweiz und Liechtenstein keine Beschränkungen für den Pendlerverkehr erlassen haben, sind die Vorgaben in Vorarlberg nun die strengsten in der Bodenseeregion.

Der Grenzgängerverband hat bereits einen offenen Brief an die Vorarlberger Landesregierung verfasst. Die Maßnahmen seien zu einem großen Teil überzogen. Die Tests wären nicht das große Problem, sagt Obmann Herbert Fechtig zu den VN. „Mittlerweile werden ja auch ausländische Testergebnisse bei der Einreise anerkannt.“ Unangenehmer sei das Einreiseformular, das wöchentlich ausgefüllt werden muss. Dem Obmann zufolge sollte es abeschafft oder zumindest dessen Gültigkeit verlängert werden. Dazu komme, dass die Testpflicht auch für genesene und geimpfte Pendler gilt, und Personen ohne österreichische Sozialversicherung keinen Anspruch auf Gratistests in den Apotheken haben. Es sei zu hoffen, dass Vorarlberg in Gesprächen mit der Bundesregierung Erleichterungen erreicht, sagt Fechtig.