Stopp Corona App funktioniert auch im EU-Ausland

Die österreichische Anwendung kann nun mit Apps aus elf weiteren EU-Staaten, darunter Deutschland, kommunizieren.
Wien Am 24. März 2020 ging die Stopp Corona App erstmals online. Seit 3. Februar 2021 ist sie nun grenzüberschreitend einsetzbar. „Möglich macht das ein Update, das ab sofort in den App-Stores verfügbar ist“, erklärt Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Nutzerinnen und Nutzer können so ihre Kontakte aus elf weiteren EU-Staaten über eine Covid-Erkrankung warnen oder selbst gewarnt werden, berichtet das Rote Kreuz in einer Aussendung. Aktuell steht die Stopp Corona App bei mehr als 1,36 Millionen Downloads. „Sie ist für Österreich eine wichtige Unterstützung des Kontaktpersonenmanagements. Je mehr Menschen mitmachen, desto höher die Wirksamkeit“, hält Anschober fest.
Laut Bundesrettungskommandant Gerry Foitik konnten über die App bereits über 10.000 Nutzer gewarnt und damit zahlreiche Infektionsketten unterbrochen werden. Das Update sei vor allem hinsichtlich beruflicher EU-Auslandsreisen sinnvoll; auch dann, wenn grenzüberschreitender Tourismus wieder möglich werde.
Derzeit können Warn-Apps aus insgesamt zwölf EU-Staaten miteinander kommunizieren, dazu zählen unter anderem jene aus Österreich, Deutschland, Italien und Finnland. Die Anwendungen speichern Begegnungen zwischen jenen Personen, welche die App auf ihrem Handy gespeichert haben. Mit der SwissCovid-App ist es den Anwendungen der EU-Staaten noch nicht möglich zu kommunizieren. Vorerst arbeite die EU an der Kompatibilität innerhalb der Mitgliedsländer, heißt es beim Roten Kreuz auf VN-Nachfrage. Man könne aber natürlich zusätzlich die Schweizer App nutzen und diese aktivieren, sobald man sich dort befinde.
Als Begegnung definiert die Stopp Corona App ein Treffen von mindestens 15 Minuten mit einem Abstand unter zwei Meter. Die Kontakte werden anonym auf den Geräten gespeichert und nicht zentral erfasst. Sobald bei einer Person der Verdacht auf eine Infektion besteht, berechnet die App alle infektionsgefährdeten Begegnungen der letzten 54 Stunden und erzeugt eine Warnmeldung. Auch diese Warnung ist anonym, die Benachrichtigten wissen nicht, welcher ihrer Kontakte infiziert sein könnte.