“Niemand muss FFP2-Masken hamstern”

Pflicht ab Montag: Supermärkte sehen sich gerüstet.
Wien Die Österreicherinnen und Österreicher bekommen ein neues Accessoire. Die FFP2-Maske ist ab Montag vielerorts Pflicht. Im Lebensmittelhandel, wo die Masken erhältlich sind, hat das in den vergangenen Tagen zu einem Ansturm geführt. Die Betriebe versichern, dass sie gut vorbereitet sind. Niemand müsse hamstern.
Besserer Schutz
FFP2-Masken schützen nicht nur die Träger deutlich besser, sondern auch ihre Mitmenschen. Sie können mehr als 94 Prozent der Partikel und damit kleinere Tröpfchen aus der Ein- und Ausatemluft abfangen. Ab Montag muss die FFP2-Maske oder eine Maske ähnlichen Standards (zum Beispiel KN95) beim Einkaufen, in Öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Behördengängen getragen werden, also grundsätzlich in allen öffentlich zugänglichen Räumen. Im Freien ist die FFP2-Maske außerdem auf Märkten, bei Haltestellen und Bahnsteigen Vorschrift, ebenso bei der Abholung von Speisen und Getränken.
Maskenpflicht auch bei Ärzten
Die Ärztekammer Vorarlberg erinnert daran, dass die FFP2-Maskenpflicht auch in den Ordinationen gilt. Jede und jeder über 14 Jahre muss die Schutzmasken tragen. Sechs- bis 14-Jährige dürfen auch einen Mund-Nasenschutz verwenden.
59 Cent pro Maske
Die FFP2-Masken sind in allen Supermärkten um 59 Cent erhältlich. Spar-Sprecherin Nicole Berkmann berichtet, dass ihre Filialen von der starken Nachfrage ein wenig überrumpelt wurden. Die Verkaufsregale würden nun schneller gefüllt. „Niemand muss hamstern.“ Ähnliches hört man bei Lidl. „Der Ansturm war relativ groß, aber wir haben für Nachschub gesorgt“, erklärt ein Unternehmenssprecher. Maximal zehn Masken pro Kunde würden verkauft. Bei Hofer können bis zu fünf Stück erworben werden. Sutterlüty schenkt allen Kunden eine Maske, solange der Vorrat reicht. Zusätzlich würden FFP2-Masken zum Verkauf angeboten. Auch Rewe berichtet den VN von hoher Nachfrage. „Wir erhalten aber laufend Nachlieferungen“; sagt Sprecher Paul Pöttschacher. In der Regel können die Kunden auch hier eine Maske um 59 Cent erwerben. „Speziell bei Bipa sind aber verschiedene Hersteller gelistet, daher können sich die Preise auch unterscheiden.“
40 Euro Strafe
Die ÖBB kündigen verstärkte Kontrollen an. Personen, die keine FFP2-Maske tragen, müssen mit einer Strafe von 40 Euro rechnen. Bei beharrlicher Verweigerung könne es – wie bisher – auch zu einem Fahrtausschluss kommen. Der Vorarlberger Verkehrsverbund sieht keine zusätzlichen Kontrollen vor. Diese würden im normalen Ausmaß stattfinden.
Einkommensschwache Personen erhalten kostenlose FFP2-Masken bei der Wohnungslosenhilfe. Diese wird über das Wochenende noch beliefert, heißt es aus dem Büro von Landesrätin Katharina Wiesflecker. An welchen anderen Orten man die Gratismasken zusätzlich verteile, sei derzeit in Abklärung.