Gemeindeverband wählt mit viel Abstand neue Präsidentin

Gemeindetag im Dornbirner Kulturhaus am kommenden Montag läuft coronabedingt zu 100 Prozent digital ab.
Dornbirn Die Pandemie hat schon vieles im Land auf den Kopf gestellt, auch beim Vorarlberger Gemeindeverband (GV), der den auf Frühling fixierten Gemeindetag verschieben musste. Nachdem die Infektionszahlen nach dem Sommer wieder deutlich nach oben geschnellt sind, ein Gemeindetag aber ungeachtet dessen durchgeführt werden soll, wird dieser am kommenden Montag, 9. November, zu einhundert Prozent digital über die Bühne des Dornbirner Kulturhauses gehen.
Alle 96 Bürgermeister online zugeschaltet
Alle Gemeindechefs sind digital zugeschaltet, sagt Dornbirns Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (VP), die seit dem abrupten Rücktritt des Harder Bürgermeisters Harald Köhlmeier (VP) 2019 die Funktion der geschäftsführenden GV-Präsidentin übernommen hat. Aus der interimistischen Amtsführung dürfte eine fixe werden. “Ich wurde als Präsidentin nominiert”, bestätigt Kaufmann im VN-Gespräch. Auch die Wahlen selbst sollen mit einem digitalen Tool und damit praktisch geheim durchgeführt werden. Im Präsidium sollen ebenso neue GV-Vizepräsidenten Platz nehmen: anstelle des Klauser Bürgermeisters Werner Müller (VP) soll der Egger Gemeindechef Paul Sutterlüty und an der Stelle Kaufmanns dürfte der Götzner Bürgermeister Christian Loacker (VP) aufrücken. Zunächst wird ein neuer Vorstand mit 22 Gemeindeoberhäuptern gewählt. Dazu zählen die fünf Stadtchefs von Bregenz, Dornbirn, Hohenems, Feldkirch und Bludenz sowie jene von 17 weiteren gewählten Gemeinden. Je fünf dieser 17 Gemeinden müssen aus den Bezirken Bludenz und Feldkirch stammen, sechs aus dem Bezirk Bregenz und eine aus dem Bezirk Dornbirn.
Dem Gemeindeverband gehören alle 96 Vorarlberger Gemeinden an. Das ist einzigartig in Österreich. Alle 96 Bürgermeister sind stimmberechtigt. Vorstand und Präsidium werden alle fünf Jahre jeweils im Anschluss an die Gemeindewahlen gewählt.