U-Ausschuss gegen Tiertransporte

Politik / 24.09.2020 • 08:00 Uhr
U-Ausschuss gegen Tiertransporte
Waitz fordert kürzere Transportzeiten und eine bessere Versorgung. VN

Grüne Vorsitzende gewählt. Ruf nach strengen Kontrollen.

Wien Jetzt nimmt es das EU-Parlament selbst in die Hand. Am Mittwoch startete dort der Untersuchungsausschuss für Tiertransporte. Dieser will nicht nur Missstände aufzeigen, sondern auch strengere Regeln erwirken, berichtet der österreichische Grünen-Mandatar Thomas Waitz: “Wir müssen jetzt den Grundstein für eine Reform der Tiertransportverordnung legen. Die jetzige EU-Verordnung ist veraltet und wird kaum eingehalten.”

Zur Vorsitzenden des Ausschusses wurde die luxemburgische Grüne Tilly Metz gewählt. Sie setzte sich gegen die rechtspopulistische Fraktion “Identity and Democracy” durch, der unter anderem die FPÖ und die Alternative für Deutschland (AfD) angehören.

“Heute beginnt im Europaparlament die Arbeit gegen die Tierquälerei auf Europas Straßen”, hält Waitz fest. Ergebnis des Ausschusses müsse ein engmaschiges Netz an Kontrollen sein, kürzere Transportzeiten und bessere Versorgung der Tiere während der Reise. 

“So darf es nicht weitergehen”

Die Vorarlberger EU-Mandatarin Claudia Gamon (Neos) feierte die Schaffung des U-Ausschusses als wichtigen Meilenstein für den Tierschutz. Selbst ist sie zwar nicht dabei, ihre Erwartungen sind aber hoch: “Die Verantwortung für die untragbaren Zustände bei den Kälbertransporten muss geklärt werden. Sind die EU-Regeln nicht klar genug oder haben hier die Länder die Regeln nicht richtig umgesetzt? So wie bisher darf es nicht weitergehen.”