Ministerium bewilligte die Hälfte der Härtefonds-Anträge von Familien

Politik / 02.09.2020 • 05:00 Uhr
37 Prozent der Anträge waren laut Ministerium unvollständig. <span class="copyright">APA</span>
37 Prozent der Anträge waren laut Ministerium unvollständig. APA

42 von 60 bereitgestellten Millionen wurden ausbezahlt.

Wien Familien, die aufgrund der Coronakrise finanzielle Engpässe erleiden, können beim Familienhärtefonds um Unterstützung bitten. 93.208 haben das bis Mitte August getan, wie die aktuellen Zahlen des Familienministeriums zeigen. 43.900 Anträge, also 47 Prozent, seien bislang positiv entschieden und zur Auszahlung freigegeben worden. 34.182 Anträge (37 Prozent) waren laut Ministerium unvollständig, 15.126 (16 Prozent) wurden abgelehnt.

Mit Stand 31.7. wurden von 76.683 gestellten Anträgen 46 Prozent (35.527) positiv bearbeitet und 16 Prozent (11.855) abgelehnt. 38 Prozent (29.301) waren dem Ressort zufolge damals unvollständig.

42 von 60 Millionen ausbezahlt

Die Bundesregierung hat für den Familienhärtefonds insgesamt 60 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Bis Mitte August wurden 42 Millionen Euro ausbezahlt, erklärt ein Ministeriumssprecher den VN. Das sind sieben Millionen mehr als Ende Juli. Maximal gibt es aus dem Fonds 3600 Euro. Durchschnittlich wurden bislang 1200 Euro pro betroffener Familie bewilligt.

Voraussetzung für die Hilfe ist, dass die Familie unter einer gewissen Einkommensgrenze bleibt. Bei Alleinerziehenden liegt diese je nach Kinderzahl zwischen 1600 und 2800 Euro netto, bei Paaren zwischen 2400 und 3600 Euro netto. Der Einkommensverlust, der durch den Fonds abgefedert werden soll, muss durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit ab März 2020 entstanden sein.