Wer eine Drohne hat, braucht bald einen Führerschein

Neue Regeln ab 31. Dezember. Ausgenommen sind Spielzeugdrohnen ohne Kamera unter 250 Gramm.
Wien Wer eine Drohe lenken möchte, muss eine Führerscheinprüfung absolvieren. Das kündigten Austro-Control-Geschäftsführerin Valerie Hackl und Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) am Montag an. Ab 31. Dezember sollen EU-weit die gleichen Regeln gelten. Die Bewilligung einer Drohne wird demnach einfacher. Es kommt aber eine Art Führerscheinpflicht. Wer Spielzeugdrohnen ohne Kamera lenken möchte, die maximal 30 Meter hoch fliegen können und unter 250 Gramm wiegen, ist von den neuen Regeln befreit.
Alle anderen müssen Fragen zu Flugsicherheit, Luftraumbeschränkungen, Luftrecht, menschliches Leistungsvermögen, Betriebsverfahren, Drohnen und Luftsicherheit beantworten. Vorbereitungskurs und Online-Test werden von der Austro Control gratis zur Verfügung gestellt. Die Registrierung für den Drohnenbetreiber kostet ab 31. Dezember 28 Euro. Die Betreiber erhalten eine Betreibernummer, die auf der Drohne vermerkt werden muss. Sie ist mit einem Autokennzeichen vergleichbar. Die Genehmigungspflicht von derzeit 300 Euro entfällt für Drohnen bis 25 Kilogramm. Das betrifft laut Staatssekretariat rund 80 Prozent aller bewilligten Drohnen in Österreich. Bei komplexeren Flugvorhaben können aber je nach Erfordernissen weitere Kurse nötig sein.