220 Neuinfektionen: Schweiz prüft strengere Corona-Regeln

Über 200 neue Corona-Fälle gab es zuletzt am 23. April. Nun wird eine weitgehende Maskenpflicht geprüft.
BERN Es sind keine guten Nachrichten, die Pascal Strupler, Direktor des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit (BAG), am Donnerstag zur Corona-Lage präsentiert: “Wir müssen 220 neue positiv getestete Personen kommunizieren.” Das habe es zum letzten Mal am 23. April gegeben. Strupler spricht von einer epidemiologischen Trendwende. Die Situation sei ernst. Das BAG empfehle den Kantonen daher, die Maßnahmen zur Covid19-Eindämmung zu harmonisieren, “damit die Bevölkerung versteht, was gilt”. Folgende Regeln sollen geprüft werden: eine Maskenpflicht in Geschäften und allen öffentlich zugänglichen Innenräumen, die obligatorische Erfassung von Kontaktdaten beim Besuch von Restaurants und Ausgehlokalen und eine maximale Besucherzahl für Clubs von 100 Personen. Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben solle nicht mehr zum Erliegen kommen. Strupler ruft die Bevölkerung auf, Abstand zu halten, Maske zu tragen und Hände zu waschen. Vor allem am Schweizer Nationalfeiertag, dem 1. August, bitte er alle Einwohner, das eigne Verhalten so anzupassen, dass weitere Infektionen ausgeschlossen sind.
Die Schweiz liegt aktuell bei rund 35.000 bestätigten Coronafällen, insgesamt 1700 Personen sind auf Grund von Covid19 gestorben.