Zwei Soldaten in Hagenbrunn positiv auf Covid-19 getestet

Elf Personen wurden isoliert. Die Bundesheerkommission prüfte derweil die Unterbringung der Soldaten.
Im Logistikzentrum Hagenbrunn der Post sind nach Angaben des Bundesheeres vom Freitag zwei Soldaten positiv auf Covid-19 getestet worden. Beide hätten keine Symptome aufgewiesen. Sie befinden sich laut ABC-Abwehrzentrum Korneuburg ebenso wie neun Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. “Die in Hausquarantäne befindlichen Soldaten wurden durch Soldaten der Streitkräftebasis ersetzt”, hieß es.
Im Logistikzentrum war im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg eine Stichprobentestung der seit dem vergangenen Wochenende eingesetzten Angehörigen des Bundesheeres durchgeführt worden. Soldaten des ABC-Abwehrzentrums hätten sofort nach Bekanntgabe der Ergebnisse eine außerplanmäßige Desinfektion der Arbeitsbereiche in Hagenbrunn durchgeführt.
“Die Arbeiten im Postverteilerzentrum werden planmäßig fortgesetzt”, teilte das ABC-Abwehrzentrum mit. Die Gesundheitsbehörde beabsichtige, in der kommenden Woche alle in Hagenbrunn eingesetzten Soldaten und Bediensteten auf Covid-19 zu testen.
Parlamentarier halten Unterkünfte für vertretbar
Vertreter der Parlamentarischen Bundesheerkommission haben am Freitag die Dabschkaserne in Korneuburg besucht und sich ein Bild von der Unterbringung der im Post-Verteilerzentrum in Hagenbrunn eingesetzten Soldaten gemacht. “Die Unterbringung dort ist in Anbetracht der kurzen Zeit, in der sie organisiert wurde, top”, erklärte Präsidiumsmitglied Otto Pendl (SPÖ) gegenüber der APA.
Es sei alles, was machbar ist, in der kurzen Zeit auf die Füße gestellt worden. In Sachen Hygiene und Covid-19-Regeln ist alles auf dem “Stand der Technik und Wissenschaft”, so Pendl: “Das kann man nicht besser machen.” Etwa werde darauf geachtet, dass sich die verschiedenen Schichten nicht begegnen, um sich nicht gegenseitig anzustecken.
Dass zwei Soldaten im Logistikzentrum Hagenbrunn dennoch positiv auf Covid-19 getestet worden waren, wie am Freitag bekannt wurde, liege daran, dass rund ein Drittel der Mannschaft zuhause untergebracht sei. Diese seien aus dem Großraum Wien, erklärte Pendl. Und im privaten Bereich sei eine Ansteckung nicht so leicht zu verhindern.
Voll des Lobes war Pendl für die Arbeit des ABC-Abwehrzentrums. Die Dekontaminierungs-Maßnahmen seien “top und auf dem letzten Stand der Technik”.
Zu den vor einer Woche in sozialen Medien veröffentlichten Vorwürfen, meinte Pendl nur, dass alles recht schnell gehen musste. “Die Hallen sind aber geheizt, trocken und gut belüftet”, so Pendl. Zudem seien zusätzliche Sanitärcontainer aufgestellt worden. Und dass es die ersten zwei Tage nur eine Kaltverpflegung gegeben habe, sei eben dem Umstand geschuldet, dass alles sehr schnell habe gehen müssen. APA